Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Boris Cepeda - Klavier
Aufnahme: Mittwoch, 14. Januar 2009 | Berlin
Liedtext
Auf hohem Bergesrücken,
Wo frischer Alles grünt,
In's Land hinabzublicken,
Das nebelleicht zerrinnt –
Erfreut den Alpenjäger.
Je steiler und je schräger
Die Pfade sich verwinden,
Je mehr Gefahr aus Schlünden,
So freyer schlägt die Brust.
Er ist der fernen Lieben,
Die ihm daheim geblieben,
Sich seliger bewußt.
Und ist er nun am Ziele:
So drängt sich in der Stille
Ein süßes Bildniß vor;
Der Sonne goldne Strahlen,
Sie weben und sie mahlen,
Die er im Thal erkor.
Auf hohem Bergesrücken,
Wo frischer Alles grünt,
In's Land hinabzublicken,
Das nebelleicht zerrinnt –
Erfreut den Alpenjäger.
Je steiler und je schräger
Die Pfade sich verwinden,
Je mehr Gefahr aus Schlünden,
So freyer schlägt die Brust.
Er ist der fernen Lieben,
Die ihm daheim geblieben,
Sich seliger bewußt.
Und ist er nun am Ziele:
So drängt sich in der Stille
Ein süßes Bildniß vor;
Der Sonne goldne Strahlen,
Sie weben und sie mahlen,
Die er im Thal erkor.
Auf hohem Bergesrücken,
Wo frischer Alles grünt,
In's Land hinabzublicken,
Das nebelleicht zerrinnt –
Erfreut den Alpenjäger.
Je steiler und je schräger
Die Pfade sich verwinden,
Je mehr Gefahr aus Schlünden,
So freyer schlägt die Brust.
Er ist der fernen Lieben,
Die ihm daheim geblieben,
Sich seliger bewußt.
Und ist er nun am Ziele:
So drängt sich in der Stille
Ein süßes Bildniß vor;
Der Sonne goldne Strahlen,
Sie weben und sie mahlen,
Die er im Thal erkor.
Zum Text
Schubert erhielt die Gedichte Mayrhofers in der Regel direkt als handschriftliche Vorlagen vom Autor selbst. Ein gedruckter Gedichtband Mayrhofers erschien erst 1824 in der kleinen Verlagsbuchhandlung Friedrich Volke in Wien.1.1
Das Gedicht Der Alpenjäger von Johann Baptist Mayrhofer wurde veröffentlicht im Jahr 1824 in Gedichte von Johann Mayrhofer.. Es findet sich auf Seite 107f.. -> Digitalisat online
Zur Musik
Schubert war 19 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.
Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:
"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 2.1
Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.
Quellenlage
Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
Die erste Fassung wurde in der Alten Gesamtausgabe (AGA) 1895, die zweite Fassung in der Neuen Gesamtausgabe (NGA) 1970 veröffentlicht. Die Veröffentlichung der dritten Fassung besorgte Cappi und Diabelli als op. 13 Nr. 2
Quellen
4.1 Erstdruck op. 165, C.A.Spina VN 9107-9118, Wien, 1862
5.1Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Der Alpenjäger
6.1Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net
Geschrieben von: Peter Schöne


