Nachtviolen

D 752 Nachlass 1872

Johann Baptist Mayrhofer 1787 - 1836

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Olga Monakh - Klavier

Aufnahme: Samstag, 25. August 2012 | Berlin

Liedtext

Nachtviolen, Nachtviolen!
Dunkle Augen, seelenvolle,
Selig ist es, sich versenken
In dem samtnen Blau.

Grüne Blätter streben freudig
Euch zu hellen, euch zu schmücken;
Doch ihr blicket ernst und schweigend
In die laue Frühlingsluft.

Mit erhabnen Wehmutsstrahlen
Trafet ihr mein treues Herz,
Und nun blüht in stummen Nächten
Fort die heilige Verbindung.

Nachtviolen, Nachtviolen!
Dunkle Augen, seelenvolle,
Selig ist es, sich versenken
In dem samtnen Blau.

Grüne Blätter streben freudig
Euch zu hellen, euch zu schmücken;
Doch ihr blicket ernst und schweigend
In die laue Frühlingsluft.

Mit erhabnen Wehmutsstrahlen
Trafet ihr mein treues Herz,
Und nun blüht in stummen Nächten
Fort die heilige Verbindung.

Nachtviolen, Nachtviolen!
Dunkle Augen, seelenvolle,
Selig ist es, sich versenken
In dem samtnen Blau.

Grüne Blätter streben freudig
Euch zu hellen, euch zu schmücken;
Doch ihr blicket ernst und schweigend
In die laue Frühlingsluft.

Mit erhabnen Wehmutsstrahlen
Trafet ihr mein treues Herz,
Und nun blüht in stummen Nächten
Fort die heilige Verbindung.

Johann Baptist Mayrhofer
Ergänzte Fotografie nach der Sepiazeichnung in Schwinds 'Schubertabend'
Österreichische Nationalbibliothek - Public domain

Zum Text

Titel des Gedichtes im Druck: Nachtviolenlied

Das Gedicht Nachtviolen von Johann Baptist Mayrhofer wurde veröffentlicht im Jahr 1824 in Gedichte von Johann Mayrhofer.. Es findet sich auf Seite 121. -> Digitalisat online

Gedichte von Johann Mayrhofer.

© Quelle: Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat eines gemeinfreien Werkes Nutzung des Digitalisats ausschließlich zu nicht-kommerziellen Zwecken (PPP)

Zur Musik

Komponiert:  1822
Veröffentlichung (angezeigt):  23. November   1872
Originaltonart:  C - Dur
Liedform:   A-A-B
Aufnahmetonart:  C - Dur

Schubert war 25 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:

"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung­ und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." ­2.1

Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.

Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 07 № 403
Friedlaender Edition  Bd. 7 » 60

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Erstdruck

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Alte Gesamtausgabe

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Transposition

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Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Die Veröffentlichung besorgte 1872 J. P. Gotthard in Wien als Nachlass 1872 - 20 | Verlagsnummer 345

Neueste Folge nachgelassener Lieder und Gesänge von Franz Schubert

Johann Peter Gotthard schrieb folgende Worte zu seiner Veröffentlichung:

Zur Veröffentlichung

4.1
Österreichische Buchhändler-Correspondenz 23. November 1872 4.2
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