Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Olga Monakh - Klavier
Aufnahme: Freitag, 11. September 2015 | Berlin
Liedtext
Zu meinen Füßen wiegst du dich
O heimatliches Meer!
Ich rufe dir: Triumph! Triumph!
Und schwinge Schild und Speer.
Mycene ehrt als König mich,
Beut meinem Wirken Raum,
Und über meinen Scheitel saus't
Des Lebens reicher Baum.
Mit morgendlichen Rosen schmückt
Der Frühling meine Bahn,
Und auf der Liebe Wellen schwebt
Dahin der leichte Kahn.
Diana naht! o Retterin,
Erhöre du mein Fleh'n!
Laß mich - das Höchste ward mir ja -
Nun zu den Vätern geh'n!
Zu meinen Füßen wiegst du dich
O heimatliches Meer!
Ich rufe dir: Triumph! Triumph!
Und schwinge Schild und Speer.
Mycene ehrt als König mich,
Beut meinem Wirken Raum,
Und über meinen Scheitel saus't
Des Lebens reicher Baum.
Mit morgendlichen Rosen schmückt
Der Frühling meine Bahn,
Und auf der Liebe Wellen schwebt
Dahin der leichte Kahn.
Diana naht! o Retterin,
Erhöre du mein Fleh'n!
Laß mich - das Höchste ward mir ja -
Nun zu den Vätern geh'n!
Zu meinen Füßen wiegst du dich
O heimatliches Meer!
Ich rufe dir: Triumph! Triumph!
Und schwinge Schild und Speer.
Mycene ehrt als König mich,
Beut meinem Wirken Raum,
Und über meinen Scheitel saus't
Des Lebens reicher Baum.
Mit morgendlichen Rosen schmückt
Der Frühling meine Bahn,
Und auf der Liebe Wellen schwebt
Dahin der leichte Kahn.
Diana naht! o Retterin,
Erhöre du mein Fleh'n!
Laß mich - das Höchste ward mir ja -
Nun zu den Vätern geh'n!
Zum Text
Das Gedicht Der entsühnte Orest steht in einer Sammlung mit der Überschrift VI. Episch. 9
Auf der Seite lieder.net kann man nachlesen, dass Schubert die Gedichte Mayrhofer's üblicherweise als Handschrift erhielt. Dadurch erklären sich auch die vielen Änderungen zur Druckversion des Textes.
Über die mythologische Geschichte des Orest kann man sich auf Wikipedia.org informieren. Das Gedicht beschreibt die Rückkehr des Orest, nachdem er auf Tauris durch seine Taten ganz von den Erinnyen befreit und entsühnt wurde. Diese hatten ihn befallen, nachdem er seine Mutter Klytaimnestra getötet hatte. Es steht inhaltlich in Zusammenhang mit dem Gedicht Der landende Orest (Orest auf Tauris) D 548. 10
Das Gedicht Der entsühnte Orest von Johann Baptist Mayrhofer wurde veröffentlicht im Jahr 1843 in Gedichte von Johann Mayrhofer. Es findet sich auf Seite 288. -> Digitalisat online
Zur Musik
Schubert war 23 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.
Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:
"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 11
Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.
- Abendlied der Fürstin D 495
- Abendstern D 806
- Abschied D 475
- Alte Liebe rostet nie D 477
- Am See – Friedländer-Version D 124
- Am Strome D 539 – Opus 8 - 4
- An die Freunde D 654
- Antigone und Oedip D 542 – Opus 6 - 2
- Auf der Donau D 553 – Opus 21 - 1
- Auflösung D 807
- Augenlied – Zweite Fassung D 297
- Beim Winde D 669
- Der Alpenjäger – Zweite Fassung D 524
- Der Alpenjäger – Dritte Fassung D 524 – Opus 13 - 3
- Der Hirt D 490
- Der Schiffer – Zweite Fassung D 536 – Opus 21 - 2
- Der Sieg D 805
- Der zürnenden Diana – Zweite Fassung D 707 – Opus 36 - 1
- Die Einsamkeit D 620
- Die Sternennächte D 670 – Opus 165 - 2
- Erlafsee D 586 – Opus 8 - 3
- Fahrt zum Hades D 526
- Freiwilliges Versinken D 700
- Geheimnis. An Franz Schubert D 491
- Gondelfahrer – Erste Bearbeitung D 808
- Heliopolis I D 753 – Opus 65 - 3
- Heliopolis II D 754
- Liane D 298
- Lied eines Schiffers an die Dioskuren D 360 – Opus 65 - 1
- Liedesend – Zweite Fassung D 473
- Memnon D 541 – Opus 6 - 1
- Nach einem Gewitter D 561
- Nachtstück – Zweite Fassung D 672 – Opus 36 - 2
- Nachtviolen D 752
- Orest auf Tauris D 548
- Philoktet D 540
- Rückweg D 476
- Schlaflied/Schlummerlied – Zweite Fassung D 527 – Opus 24 - 2
- Sehnsucht D 516 – Opus 8 - 2
- Trost D 671
- Uraniens Flucht D 554
- Wie Ulfru fischt – Zweite Fassung D 525 – Opus 21 - 3
- Zum Punsche D 492
Quellenlage
Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
Ort des Manuskripts: Wienbibliothek im Rathaus der Stadt Wien
Die Veröffentlichung besorgte 1831 A. Diabelli & Co. in Wien als Nachlass - 11 | Verlagsnummer 3708
Noten
Originalversion des Liedes


Quellen
5.1Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Der entsühnte Orest
6.1Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net
Geschrieben von: Peter Schöne




