Artists: Peter Schöne - Baritone | Christoph Schnackertz - Piano
Recording: Wednesday, 20. July 2011 | Erfurt
Lyrics
Im Wald, im Wald da grabt mich ein,
Ganz stille, ohne Kreuz und Stein:
Denn was ihr thürmet, überschneyt
Und überrindet Winterszeit.
Und wann die Erde sich verjüngt,
Sie Veilchen meinem Hügel bringt.
Das freut euch, Gute; freuet euch!
Ist Alles doch dem Todten gleich.
Doch nein, - denn eure Liebe spannt
Die Aeste in das Geisterland:
Und die euch führt zu meinem Grab,
Zieht mich gewaltiger herab.
Im Wald, im Wald da grabt mich ein,
Ganz stille, ohne Kreuz und Stein:
Denn was ihr thürmet, überschneyt
Und überrindet Winterszeit.
Und wann die Erde sich verjüngt,
Sie Veilchen meinem Hügel bringt.
Das freut euch, Gute; freuet euch!
Ist Alles doch dem Todten gleich.
Doch nein, - denn eure Liebe spannt
Die Aeste in das Geisterland:
Und die euch führt zu meinem Grab,
Zieht mich gewaltiger herab.
Im Wald, im Wald da grabt mich ein,
Ganz stille, ohne Kreuz und Stein:
Denn was ihr thürmet, überschneyt
Und überrindet Winterszeit.
Und wann die Erde sich verjüngt,
Sie Veilchen meinem Hügel bringt.
Das freut euch, Gute; freuet euch!
Ist Alles doch dem Todten gleich.
Doch nein, - denn eure Liebe spannt
Die Aeste in das Geisterland:
Und die euch führt zu meinem Grab,
Zieht mich gewaltiger herab.
About poem
Schubert erhielt die Gedichte Mayrhofers in der Regel direkt als handschriftliche Vorlagen vom Autor selbst. Ein gedruckter Gedichtband Mayrhofers erschien erst 1824 in der kleinen Verlagsbuchhandlung Friedrich Volke in Wien. 1.1
The poem An die Freunde by Johann Baptist Mayrhofer was published in the year 1824 in Gedichte von Johann Mayrhofer.. It can be found on page 50. -> Digital copy online
About music
Schubert was 22 years old when he wrote this song.
Durch die sparsame und in tiefer Lage im Klavier beginnende Einleitung wird eine spannungsvolle Athmosphäre geschaffen. Diese, wie Schritte klingende Begleitung wird beibehalten bis zur Textstelle "dies alles ist dem Toten gleich", woraufhin Pendelharmonie mehrere Takte die Zeit stehen läßt. Erst mit der neugewonnenen Hoffnung im Text "doch nein, denn eure Liebe spannt die Äste ins Geisterland" wird wieder der alte "Schrittrhythmus" wieder aufgenommen. Ein Orgelpunkt in der Begleitung beruhigt das Geschehen und kündigt das Ende des Liedes an. Das Lied, das in der Gesangsstimme tief beginnt, endet in hoher Lage.
Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:
"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 2.1
Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.
Source situation
Here you can find some informations about sources: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
The publication procured 1842 A. Diabelli & Co. in Wien as Nachlass - 40 | Publisher Number 7418




