Labetrank der Liebe

D 302

Joseph Ludwig Stoll 1777 - 1815

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Olga Monakh - Klavier

Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 | Berlin

Liedtext

Wenn im Spiele leiser Töne
Meine kranke Seele schwebt,
Und der Wehmuth süße Thräne
Deinem warmen Blick entbebt:

Sink' ich dir bey sanftem Wallen
Deines Busens sprachlos hin;
Engelmelodien schallen,
Und der Erde Schatten fliehn!

So in Eden hingesunken,
Lieb' mit Liebe umgetauscht,
Küsse lispelnd, Wonnetrunken,
Wie von Seraphim umrauscht:

Reichst du mir im Engelbilde
Liebewarmen Labetrank,
Wenn im schnöden Staubgefilde
Schmachtend meine Seele sank.

Wenn im Spiele leiser Töne
Meine kranke Seele schwebt,
Und der Wehmuth süße Thräne
Deinem warmen Blick entbebt:

Sink' ich dir bey sanftem Wallen
Deines Busens sprachlos hin;
Engelmelodien schallen,
Und der Erde Schatten fliehn!

So in Eden hingesunken,
Lieb' mit Liebe umgetauscht,
Küsse lispelnd, Wonnetrunken,
Wie von Seraphim umrauscht:

Reichst du mir im Engelbilde
Liebewarmen Labetrank,
Wenn im schnöden Staubgefilde
Schmachtend meine Seele sank.

Wenn im Spiele leiser Töne
Meine kranke Seele schwebt,
Und der Wehmuth süße Thräne
Deinem warmen Blick entbebt:

Sink' ich dir bey sanftem Wallen
Deines Busens sprachlos hin;
Engelmelodien schallen,
Und der Erde Schatten fliehn!

So in Eden hingesunken,
Lieb' mit Liebe umgetauscht,
Küsse lispelnd, Wonnetrunken,
Wie von Seraphim umrauscht:

Reichst du mir im Engelbilde
Liebewarmen Labetrank,
Wenn im schnöden Staubgefilde
Schmachtend meine Seele sank.

Zum Text

Das Gedicht Labetrank der Liebe von Joseph Ludwig Stoll wurde veröffentlicht im Jahr 1814 in Selam Ein Almanach für Freunde des Mannigfaltigen. Es findet sich auf Seite 204. -> Digitalisat online

Selam Ein Almanach für Freunde des Mannigfaltigen

© Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat, Nutzung ausschließlich zu nicht-kommerziellen Zwecken

Zur Musik

Komponiert:  15. Oktober   1815
Veröffentlichung (angezeigt):  1895
Originaltonart:  C - Dur
Liedform:   A-A-B
Aufnahmetonart:  C - Dur

Schubert war 18 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Schubert vertonte zwei Gedichte von Stoll.

Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 03 № 150

Link zum Manuskript

Link zum ManuskriptLink zum Manuskript auf schubert-online.at

Alte Gesamtausgabe

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Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Die Veröffentlichung besorgte 1895 Eusebius Mandyczewski in Alte Gesamtausgabe (Breitkopf&Härtel) in Leipzig

Zur Veröffentlichung

Alte Gesamtausgabe 4.1
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