Glaube, Hoffnung und Liebe

D 955 Opus 97

Christoph Johann Anton Kuffner 1970 - 1970

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Boris Cepeda - Klavier

Aufnahme: Mittwoch, 04. Februar 2009 | Erfurt

Liedtext

   Glaube, hoffe, liebe!
   Hältst du treu an diesen Dreien,
   Wirst du [dich nie{Schubert: nie dich}] selbst entzweien,
   Wird dein Himmel nimmer trübe.

Glaube fest an Gott und Herz!
Glaube schwebet himmelwärts.
Mehr noch als im Sternrevier,
Lebt der Gott im Busen dir,
Wenn auch Welt und Menschen lügen,
Kann das Herz doch nimmer trügen.

Hoffe dir Unsterblichkeit,
Und hienieden beß're Zeit!
Hoffnung ist ein schönes Licht,
Und erhellt den Weg der Pflicht.
Hoffe, aber fordre nimmer!
Tag wird mählig, was erst Schimmer.

[Edel liebe{Schubert Edition 1815: "Liebe edel"}], fest und rein!
Ohne Liebe bist du Stein.
Liebe läutre dein Gefühl,
Liebe leite dich ans Ziel!
Soll das Leben glücklich blühen,
Muß der Liebe Sonne glühen.

   Willst du nie dich selbst entzweien,
   Halte treu an diesen Dreien!
   Daß nichts deinen Himmel trübe:
   Glaube, hoffe, liebe!

Christoph Johann Anton Kuffner
mit seinem Buch Hesperidenhain der Romantik - Ölgemälde Eduard Ritter
Wikimedia.org - Public domain

Zum Text

Christoph Johann Anton Kuffners Gedicht Glaub', Hoffnung und Liebe wurde 1815 in Selam. Ein Almanach für Freunde des Mannigfaltigen, herausgegeben von Ignaz Franz Castelli, Vierter Jahrgang 1815, Wien, gedruckt bei Anton Strauß veröffentlicht.

Digitalisat der Erstveröffentlichung in der Österreichischen Nationalbibliothek S. 269f.

Glaube, Liebe und Hoffnung sind die drei christlichen Tugenden. Im Hohelied der Liebe 1. Korinther 13, 13 findet sich das berühmte Bibelzitat

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

Zur Musik

Komponiert: August 1828
Veröffentlichung (angezeigt): 6. Oktober 1828
Originaltonart:  Es - Dur
Liedform: A-B-A'
Aufnahmetonart:  Des - Dur
Schuberts Wohnort 1828

Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Ort des Manuskripts: Österreichische Nationalbibliothek

Die Veröffentlichung besorgte 1828 A. Diabelli & Co. in Wien als Opus 97 | Verlagsnummer 2905

Zur Veröffentlichung

Deckblatt Opus 97 4.1
Deckblatt Wiener Zeitung 6. Oktober 1828 4.2

Noten

Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 08 № 462
Neue Schubert-Ausgabe  IV, Bd. 05
Friedlaender Edition  Bd. 2 » 190
Bärenreiter Urtext Edition  Bd. 3 » 202

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