Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Olga Monakh - Klavier
Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 | Berlin
Liedtext
Wie lieblich und fröhlich,
Zu schweben, zu singen,
{S}Von{S Autograph & Erstdruck: In} glänzender Höhe
Zur Erde zu blicken!
Die Menschen sind thöricht,
Sie können nicht {S}zwitschern{S Autograph: fliegen}.
Sie jammern in Nöthen,
Wir flattern gen Himmel.
Der Jäger will tödten,
Dem Früchte wir {S}pickten{S Autograph & Erstdruck:pikten};
Wir müssen ihn höhnen,
Und Beute gewinnen.
Zum Text
Friedrich von Schlegels Gedicht erschien 1802 im Musen-Almanach für das Jahr 1802. Herausgegeben von August Wilhelm Schlegel und Ludwig Tieck in der Cotta’schen Buchhandlung Tübingen.
Das Gedicht steht im ersten Teil der 2 x 10 Gedichte und 2 Prologe umfassenden Sammlung Abendröte.
Digitalisat auf books.google.com Seite 135
Weitere Ausgabe:
Zur Musik
Schubert war 23 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.
Schubert vertonte 16 Gedichte von Schlegel. Die frühesten Kompositionen entstanden 1818, die letzte sieben Jahre später 1825. 11 Vertonungen sind Gedichte aus der Sammlung Abendröte, die zyklischen Charakter haben, auch wenn es keine eigentliche Handlung gibt. 2.1
Schlegel stellt den beiden Teilen seiner Sammlung Abendröte jeweils ein Motto voraus. Diese beiden Gedichte tragen keinen eigenen Titel. Schubert wählte für die Vertonung des Gedichts Tiefer sinket schon die Sonne die Überschrift des schlegelschen Zyklus - Abendröte.
Dies mag ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Schubert hier zyklisch dachte.
Erster Teil | Zweiter Teil |
Quellenlage
Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
Die Veröffentlichung besorgte 1865 Spina in Wien als Opus 172 - 6 | Verlagsnummer 16784
Digitalisat des Manuskripts in der Wienbibliothek im Rathaus
Die Erstveröffentlichung besorgte Carl Anton Spina als Nachlass op. 172 VN 1678
Quellen
4.1 Schubert, Franz Op. 172. Aus dem Nachlasse. Wien: C. A. Spina, Sig.: SA.87.B.172
5.1Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Die Vögel
6.1Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net
Geschrieben von: Peter Schöne




