Compositeur: Franz Schubert (1797-1828)
Poéte: Johann Baptist Mayrhofer (1787-1836)

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Interprété par: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Enregistré: lundi 8 juillet 2013 - Berlin



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heutige Schreibweise

Alte Liebe rostet nie,
Hört ich oft die Mutter sagen,
Alte Liebe rostet nie,
Muß ich nun erfahrend klagen.  

Wie die Luft umgib sie mich,
Die ich einst die Meine nannte;
Die ich liebte ritterlich,
Die mich in die Ferne sandte.

Seit die Holde ich verlor,
Hab ich Meer und Land gesehen:
Vor der schönsten Frauen Flor
Durft' ich unerschüttert stehen.

Denn aus mir ihr Bildnis trat,
Zürnend, wie zum Kampf mit ihnen.
Mit dem Zauber, den sie hat
Mußte sie das Spiel gewinnen.

Da der Garten, dort das Haus,
Wo wir oft so traulich kosten!
Seh' ich recht? sie schwebt heraus,
Wird die alte Liebe rosten?

Source & Alternative: www.lieder.net

Création

écrit: septembre 1816

publié: 1895

Key: BDur

Schema: Strophenlied

Characteristic:

Zum Text

Textbild
Johann Mayrhofer

Das Gedicht Alte Liebe wurde 1843 in einem von Ernst Freiherr v. Feuchtersleben in Wien beim Verlag Ignaz Klang herausgegebenen Gedichtband Mayrhofers (neue Fassung) veröffentlicht. Ein Digitalisat dieser Ausgabe der Gedichte Mayrhofers liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek. Es kann online studiert werden. Das Gedicht findet sich auf Seite 98. Es steht in einer Sammlung mit der Überschrift III. Gegenwart. 2.1

Alte Liebe rostet nicht,
Hört' ich oft die Mutter sagen;
Alte Liebe rostet nicht,
Muß ich nun erfahrend klagen.

Wie die Luft umgibt sie mich,
Die ich einst mein eigen nannte,
Der ich lebte ritterlich,
Die mich in die Weite sandte.

Seit die Holde ich verlor,
Hab' ich Meer und Land gesehen, -
Vor dem schönsten Frauenflor
Durft' ich unerschüttert stehen.

Denn ihr Bild trat vor den Geist,
Zürnend halb und halb voll Milde, -
Und was irgend Zauber heißt
Wich beschämt dem lieben Bilde.

Hier der Garten, dort das Haus,
Wo wir einst so traulich kos'ten!
Seh' ich recht? sie schwebt heraus -
Wird die alte Liebe rosten?

Die Version, die Schubert vertonte weicht stark von der gedruckten Version ab. Üblicherweise erhielt Schubert die Gedichte Mayrhofer's als Handschrift. So auch in diesem Fall.

Zur Musik

Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:

"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 3.1

Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.

Franz Schubert war 19 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Ein Manuskript des Liedes liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek. Es kann auf schubert-online.at online recherchiert werden.

Das Lied wurde erst in der Alten Gesamtausgabe AGA im Jahr 1895 von Eusebius Mandyczewski veröffentlicht.


Geschrieben von: Peter Schöne

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