Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

download

Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Dienstag, 18. August 2009 - Erfurt



Liedtext

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Hain da geh ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne.
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 27. Februar 1815

veröffentlicht: 1821

Besonderheiten:

Zur Musik

Das Manuskript zum Lied kann online studiert werden. Eine Reinschrift, die auch der Stichvorlage diente, ist in der Staatsbibliothek preussischer Kulturbesitz Berlin zu finden
Die Erstveröffentlichung besorgte Cappi und Diabelli als op. 5 Nr. 2 gemeinsam mit
Rastlose Liebe D. 138,
Nähe des Geliebten D. 162,
Erster Verlust D.226 und
Der König in Thule D.367.
Schubert widmete dieses Opus hochachtungsvoll dem "Wohlgebohrnen Herrn Anton Salieri".

Deckblatt opus 5

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 09. Juli 1821

Wiener Zeitung 1821 07 09

"Bey Cappi und Diabelli,
Kunst- und Musikhändler, Am Graben 1133
ist neu erschienen und zu haben:
Rastlose Liebe,
Nähe des Geliebten, der Fischer, erster Verlust, und der König in Thule.
Gedichte von Goethe.
Für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert.
Fünftes Werk. Preis 1fl. 30kr. W.W.
Die Compositionen dieses Tonsetzers bedürfen keiner Anempfehlung, da sich ihr innerer Werth zu klar ausspricht, als daß ihn nicht jeder Kunstliebhaber fühlen, jeder Kenner unbedingt anerkennen müßte.
Goethe's Meisterdichtungen dürften schwerlich auf würdigere Art in Töne gesetzt werden können, als es in den vorliegenden, mit Sorgfalt ausgewählten und zusammengestellten Compositionen geschehen ist."



Geschrieben von: Peter Schöne

Noten