Orest auf Tauris

D 548 Domaine

Johann Baptist Mayrhofer 1787 - 1836

Artistes: Peter Schöne - Baryton | Ralph Neubert - Piano

Enregistrement: mardi, 14. juin 2011 | Erfurt

Paroles

Dieses Tauris? wo der Eumeniden
Wut zu stillen, Pythius versprach?
Weh, die Schwestern mit den Schlangenhaaren
Folgen mir vom Land der Griechen nach!
Rauhes Eiland, kündest keinen Segen:
Nirgends sproßt der Ceres goldne Frucht.
Keine Reben blühn, der Lüfte Sänger,
Wie die Schiffe, meiden diese Bucht.

Steine fügt die Kunst nicht zu Gebäuden,
Zelte spannt des Scythen Armut sich;
Unter starren Felsen, rauhen Wäldern
Ist das Leben einsam, schauerlich!
»Allhier soll,« so ist ja doch ergangen
An den Flehenden der heil'ge Spruch:
»Soll die Bogenspannerin Diana
Lösen deinen und der Väter Fluch.«

Dieses Tauris? wo der Eumeniden
Wut zu stillen, Pythius versprach?
Weh, die Schwestern mit den Schlangenhaaren
Folgen mir vom Land der Griechen nach!
Rauhes Eiland, kündest keinen Segen:
Nirgends sproßt der Ceres goldne Frucht.
Keine Reben blühn, der Lüfte Sänger,
Wie die Schiffe, meiden diese Bucht.

Steine fügt die Kunst nicht zu Gebäuden,
Zelte spannt des Scythen Armut sich;
Unter starren Felsen, rauhen Wäldern
Ist das Leben einsam, schauerlich!
»Allhier soll,« so ist ja doch ergangen
An den Flehenden der heil'ge Spruch:
»Soll die Bogenspannerin Diana
Lösen deinen und der Väter Fluch.«

Dieses Tauris? wo der Eumeniden
Wut zu stillen, Pythius versprach?
Weh, die Schwestern mit den Schlangenhaaren
Folgen mir vom Land der Griechen nach!
Rauhes Eiland, kündest keinen Segen:
Nirgends sproßt der Ceres goldne Frucht.
Keine Reben blühn, der Lüfte Sänger,
Wie die Schiffe, meiden diese Bucht.

Steine fügt die Kunst nicht zu Gebäuden,
Zelte spannt des Scythen Armut sich;
Unter starren Felsen, rauhen Wäldern
Ist das Leben einsam, schauerlich!
»Allhier soll,« so ist ja doch ergangen
An den Flehenden der heil'ge Spruch:
»Soll die Bogenspannerin Diana
Lösen deinen und der Väter Fluch.«

Johann Baptist Mayrhofer
Ergänzte Fotografie nach der Sepiazeichnung in Schwinds 'Schubertabend'
Österreichische Nationalbibliothek - Public domain

À propos du poème

Schubert erhielt die Gedichte Mayrhofers in der Regel direkt als handschriftliche Vorlagen vom Autor selbst. Ein gedruckter Gedichtband Mayrhofers erschien erst 1824 in der kleinen Verlagsbuchhandlung Friedrich Volke in Wien. 

Über die mythologische Geschichte des Orest kann man sich auf Wikipedia.org informieren. Das Gedicht beschreibt die Landung des Orest auf Tauris, wo er versucht, durch seine Taten ganz von den Erinnyen befreit und entsühnt zu werden. Diese hatten ihn befallen, nachdem er seine Mutter Klytaimnestra tötete. Das Gedicht steht inhaltlich in Zusammenhang mit Der entsühnte Orest D 699. 1.2

Le poème Orest auf Tauris par Johann Baptist Mayrhofer a été publié en l'année 1824 in Gedichte von Johann Mayrhofer.. Il se trouve à la page 159f.. -> Copie numérique en ligne

Gedichte von Johann Mayrhofer.

© Quelle: Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat eines gemeinfreien Werkes Nutzung des Digitalisats ausschließlich zu nicht-kommerziellen Zwecken (PPP)

À propos de la musique

Écrit:  19. mars   1817
Publication (annoncée):  21. Avril   1831
Tonalité originale :  Mi♭   majeur
Type de chanson :   composition continue
Tonalité enregistrée :  D   majeur

Schubert was 20 years old when he wrote this song.

Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:

"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 2.1

Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.

Ancienne édition Schubert, série  XX, Vol. 06 № 382
Nouvelle édition Schubert  IV, Vol. 11
Édition Friedlaender  Bd. 5 » 40

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Ancienne édition complète

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Première édition

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Situation de la source

Vous trouverez ici quelques informations sur les sources : Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

La publication obtenue 1831 A. Diabelli & Co. in Wien comme Nachlass - 11 | Numéro de l'éditeur 3708

Ein Manuskript des Liedes  wurde 1919 für 4350,- Mark (Notgeld) versteigert.

À propos de la publication

Domaine 11 4.1
Wiener Zeitung 21. Avril 1831 4.2
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