Die Sternennächte

D 670 Opus 165 - 2

Johann Baptist Mayrhofer 1787 - 1836

Artistes: Peter Schöne - Baryton | Holger Berndsen - Piano

Enregistrement: samedi, 04. août 2018 | Nürnberg

Paroles

In {S}Mond erhellten{S monderhellten} Nächten,
Mit dem Geschick' zu rechten,
Hat diese Brust verlernt.
Der Himmel, reich {S}besternt{S gestirnt},
Umwoget mich mit Frieden.
Da denk' ich: Auch hienieden
Gedeihet manche Blume;
Und frischer schaut der stumme,
Sonst trübe Blick hinauf
{S}Zu ew'ger Sterne Lauf{S Zum ew'gen Sternenlauf}.

{S<}Auf ihnen quälen Schmerzen,
Auf ihnen bluten Herzen{S>} –
Sie aber strahlen heiter.
So schließ' ich selig weiter:
Auch unsre kleine Erde,
Voll Mißton und Gefährde,
Sich als ein heiter Licht
In's Diadem verflicht.
So werden Sterne
Durch die Ferne!

Johann Baptist Mayrhofer
Ergänzte Fotografie nach der Sepiazeichnung in Schwinds 'Schubertabend'
Österreichische Nationalbibliothek - Public domain

À propos du poème

Schubert erhielt die Gedichte Mayrhofers in der Regel direkt als handschriftliche Vorlagen vom Autor selbst. Ein gedruckter Gedichtband Mayrhofers erschien erst 1824 in der kleinen Verlagsbuchhandlung Friedrich Volke in Wien. 

Le poème Die Sternennächte par Johann Baptist Mayrhofer a été publié en l'année 1824 in Gedichte von Johann Mayrhofer.. Il se trouve à la page 141. -> Copie numérique en ligne

Gedichte von Johann Mayrhofer.

© Quelle: Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat eines gemeinfreien Werkes Nutzung des Digitalisats ausschließlich zu nicht-kommerziellen Zwecken (PPP)

À propos de la musique

Écrit:  octobre   1819
Publication (annoncée):  16. Juin   1862
Tonalité originale :  Ré♭   majeur
Type de chanson :   A-B-A′
Tonalité enregistrée :  La♭   majeur
Résidence de Schubert 1819 | Wipplingerstr. 2 Wien

Schubert was 22 years old when he wrote this song.

Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:

"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 2.1

Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert. Im thematischen Katalog von Otto Erich Deutsch wird diesem Lied der Beginn der Freundschaft zwischen Mayrhofer und Schubert zugeschrieben.

Schubert war 22 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Situation de la source

Vous trouverez ici quelques informations sur les sources : Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Emplacement du manuscrit : Staatsbibliothek zu Berlin, preußischer Kulturbesitz

La publication obtenue 1862 Spina in Wien comme Opus 165 - 2 | Numéro de l'éditeur 9108

Das Manuskript ist zweigeteilt. Der erste Teil liegt in der Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz Berlin, der zweite Teil in der Bibliothèque Nationale de France.

Digitalisat Manuskript Teil 1 online
Digitalisat Manuskript Teil 2 online

 

À propos de la publication

Opus 165 4.1

Partitions

Ancienne édition Schubert, série  XX, Vol. 06 № 366
Nouvelle édition Schubert  IV, Vol. 12
Édition Friedlaender  Bd. 6 » 088

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