Der Schäfer und der Reiter

Zweite Fassung

D 517 Opus 13 - 1

Friedrich de la Motte Fouqué 1777 - 1843

Artistes: Peter Schöne - Baryton | Olga Monakh - Piano

Enregistrement: samedi, 25. août 2012 | Berlin

Paroles

Ein Schäfer saß im Grünen,
Sein Liebchen süß im Arm;
Durch Buchenwipfel schienen
Der Sonne Strahlen warm.

Er kos'te froh und heiter
Von Liebeständeley.
Da ritt bewehrt ein Reiter
Den Glücklichen vorbey.

»Sitz' ab, und suche Kühle!«
Rief ihm der Schäfer zu.
»Des Mittags nahe Schwüle
Gebiethet stille Ruh'.

Noch lacht im Morgenglanze
So Strauch als Blume hier,
Und Liebchen pflückt zum Kranze
Die frischen Blüthen dir.«

Da sprach der finstre Reiter:
»Nie hielt mich Wald und Flur.
Mich treibt mein Schicksal weiter,
Und ach, mein ernster Schwur!

Ich gab mein frisches Leben
Dahin um schnöden Sold;
Glück kann ich nicht erstreben,
Nur höchstens Ruhm und Gold.

Drum schnell, mein Roß, und trabe
Vorbey, wo Blumen blüh'n.
Einst lohnt wohl Ruh' im Grabe
Des Kämpfenden Bemüh'n.«

Ein Schäfer saß im Grünen,
Sein Liebchen süß im Arm;
Durch Buchenwipfel schienen
Der Sonne Strahlen warm.

Er kos'te froh und heiter
Von Liebeständeley.
Da ritt bewehrt ein Reiter
Den Glücklichen vorbey.

»Sitz' ab, und suche Kühle!«
Rief ihm der Schäfer zu.
»Des Mittags nahe Schwüle
Gebiethet stille Ruh'.

Noch lacht im Morgenglanze
So Strauch als Blume hier,
Und Liebchen pflückt zum Kranze
Die frischen Blüthen dir.«

Da sprach der finstre Reiter:
»Nie hielt mich Wald und Flur.
Mich treibt mein Schicksal weiter,
Und ach, mein ernster Schwur!

Ich gab mein frisches Leben
Dahin um schnöden Sold;
Glück kann ich nicht erstreben,
Nur höchstens Ruhm und Gold.

Drum schnell, mein Roß, und trabe
Vorbey, wo Blumen blüh'n.
Einst lohnt wohl Ruh' im Grabe
Des Kämpfenden Bemüh'n.«

Ein Schäfer saß im Grünen,
Sein Liebchen süß im Arm;
Durch Buchenwipfel schienen
Der Sonne Strahlen warm.

Er kos'te froh und heiter
Von Liebeständeley.
Da ritt bewehrt ein Reiter
Den Glücklichen vorbey.

»Sitz' ab, und suche Kühle!«
Rief ihm der Schäfer zu.
»Des Mittags nahe Schwüle
Gebiethet stille Ruh'.

Noch lacht im Morgenglanze
So Strauch als Blume hier,
Und Liebchen pflückt zum Kranze
Die frischen Blüthen dir.«

Da sprach der finstre Reiter:
»Nie hielt mich Wald und Flur.
Mich treibt mein Schicksal weiter,
Und ach, mein ernster Schwur!

Ich gab mein frisches Leben
Dahin um schnöden Sold;
Glück kann ich nicht erstreben,
Nur höchstens Ruhm und Gold.

Drum schnell, mein Roß, und trabe
Vorbey, wo Blumen blüh'n.
Einst lohnt wohl Ruh' im Grabe
Des Kämpfenden Bemüh'n.«

Friedrich de la Motte Fouqué
Ölgemälde in Husarenuniform
Zeno.org - Public domain

À propos du poème

Der 1777 in Brandenburg geborene Dichter Friedrich de la Motte Fouque gilt als einer der ersten Dichter der Romantik. 1816 erschien bei B. Ph. Bauer in Wien eine Sammlung mit Gedichten aus dem Jünglingsalter. Ein Digitalisat dieser Sammlung kann online recherchiert werden. Es steht auf Seite 77ff. unter dem Titel Schäfer und Reiter.1.1

À propos de la musique

Écrit:  Avril   1817
Publication (annoncée):  13. Décembre   1822
Tonalité originale :  E   majeur
Type de chanson :   A-B-A′-B′
Tonalité enregistrée :  E   majeur
Ancienne édition Schubert, série  XX, Vol. 05 № 293
Nouvelle édition Schubert  IV, Vol. 01
Édition Friedlaender  Bd. 3 » 7
Édition Urtext Bärenreiter  Bd. 1 » 76

Ancienne édition complète

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Première édition

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Situation de la source

Vous trouverez ici quelques informations sur les sources : Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

La publication obtenue 1822 Cappi und Diabelli in Wien comme Opus 13 - 1 | Numéro de l'éditeur 1162

Die Erstveröffentlichung der neuerstellten Erstfassung geschah 1972 im Rahmen der Neuen Gesamtausgabe (NGA) im Beiheft zu Band 1 "Quellen und Lesarten" als Anhang.

À propos de la publication

Opus 13 4.1
Wiener Zeitung 13. Décembre 1822 4.2
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