Artistes: Peter Schöne - Baryton | Christoph Schnackertz - Piano
Enregistrement: mercredi, 20. juillet 2011 | Erfurt
Paroles
Süße Augen, klare Bronnen!
Meine Qual und Seligkeit
Ist fürwahr aus euch {S}geronnen{S gewonnen},
Und mein Dichten euch {S}geweiht{S entfloh'n}.
Wo ich weile,
{S}Wie{S Wo} ich eile,
Liebend strahlet ihr mich an;
Ihr erleuchtet,
Ihr befeuchtet
Mir mit Thränen meine Bahn.
Treue Sterne schwindet nimmer,
Leitet mich zum Acheron!
Und mit eurem letzten Schimmer
{S}Sey{S Sei} mein Leben auch {S}entflohn{S entfloh'n}.
À propos du poème
Schubert erhielt die Gedichte Mayrhofers in der Regel direkt als handschriftliche Vorlagen vom Autor selbst. Ein gedruckter Gedichtband Mayrhofers erschien erst 1824 in der kleinen Verlagsbuchhandlung Friedrich Volke in Wien. 1.1
Der im Text genannte Acheron ist einer der fünf Flüsse der Unterwelt in der griechischen Mythologie. Es ist der Totenfluss, über den Charon mittels seiner Fähre die Seelen in den Hades bringt.
Le poème Augenlied par Johann Baptist Mayrhofer a été publié en l'année 1824 in Gedichte von Johann Mayrhofer.. Il se trouve à la page 59. -> Copie numérique en ligne
À propos de la musique
Schubert was 20 years old when he wrote this song.
Dieses Lied ist ganz der Tradition verhaftet, die wir von den Liedern Mozarts kennen. Vor allem der zweite, geschwindere Teil könnte so auch von Mozart stammen. In der Noten-Version die dieser Aufnahme zugrunde liegt, ist vermutlich ein Textfehler gedruckt worden, denn dort heißt es in der dritten Zeile "Ist fürwahr aus euch geronnen". Gewonnen verändert den Sinn sehr stark. Zumal der Inhalt durch diesen einen Buchstaben eine ganz andere Leichtigkeit bekommt, die dann auch besser zu der fast schwärmerischen Art der Komposition passt.
Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:
"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 2.1
Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.
Situation de la source
Vous trouverez ici quelques informations sur les sources : Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
La publication obtenue 1850 A. Diabelli & Co. in Wien comme Nachlass - 50 | Numéro de l'éditeur 9000
Die erste Fassung wurde durch Eusebius Mandyczewski in der Alten Gesamtausgabe AGA im Jahr 1895 veröffentlicht.
Sources
5.1Source de partition @ imslp.org : Augenlied
6.1Source des paroles et autres compositions : www.lieder.net
Écrit par : Peter Schöne




