Artists: Peter Schöne - Baritone | Christoph Schnackertz - Piano

Recording: Friday, 18. April 2025 | Saarbrücken

Lyrics

Willkommen, rothes Morgenlicht!
Es grüßet dich mein Geist,
Der durch des Schlafes Hülle bricht,
Und seinen Schöpfer preis't.

Willkommen, goldner Morgenstrahl,
Der schon den Berg begrüßt,
Und bald im stillen Quellenthal
Die kleine Blume küßt!

O Sonne, sei mir Gottes Bild,
Der täglich dich erneut,
Der immer hehr, und immer mild,
Die ganze Welt erfreut.

Der, wie die Blum' im Quellenthal,
O Sonne, dich erschuf,
Als deine Schwestern allzumal
Entflammten seinem Ruf.

Ihr wandelt auf bestimmter Bahn
Einher und strauchelt nicht;
Denn Gottes Odem haucht euch an,
Sein Aug' ist euer Licht.

Er leitet euch am Gängelband,
Heil mir! Er führt auch mich!
Er, der Orions Gürtel band,
Verband auch mich mit sich!

Er leitet jeden, der ihm traut,
Mit unsichtbarer Hand,
Als wär' er nur ihm anvertraut,
An seinem Gängelband!

Die Sonne steiget! Weib und Kind
Erwacht! erwacht wie sie
Erwachet! werfen wir geschwind
Uns alle hin auf's Knie!

Und dann zur Tagesarbeit, frisch,
Sein Segen leuchtet hell!
Der Herr bereitet unsern Tisch.
Uns quillt der Freude Quell!

Uns strahlet Gottes Herrlichkeit
Auch aus der Unsern Gruft;
Wir wissen, wer zur Seligkeit
Sie rief, und bald uns ruft!

Dem sind auch seine Todten nah',
Wer Gott, den Herren, preis't,
Und freudig im Halleluja
Sich dieser Welt entreißt.

Willkommen, rothes Morgenlicht!
Es grüßet dich mein Geist,
Der durch des Schlafes Hülle bricht,
Und seinen Schöpfer preis't.

Willkommen, goldner Morgenstrahl,
Der schon den Berg begrüßt,
Und bald im stillen Quellenthal
Die kleine Blume küßt!

O Sonne, sei mir Gottes Bild,
Der täglich dich erneut,
Der immer hehr, und immer mild,
Die ganze Welt erfreut.

Der, wie die Blum' im Quellenthal,
O Sonne, dich erschuf,
Als deine Schwestern allzumal
Entflammten seinem Ruf.

Ihr wandelt auf bestimmter Bahn
Einher und strauchelt nicht;
Denn Gottes Odem haucht euch an,
Sein Aug' ist euer Licht.

Er leitet euch am Gängelband,
Heil mir! Er führt auch mich!
Er, der Orions Gürtel band,
Verband auch mich mit sich!

Er leitet jeden, der ihm traut,
Mit unsichtbarer Hand,
Als wär' er nur ihm anvertraut,
An seinem Gängelband!

Die Sonne steiget! Weib und Kind
Erwacht! erwacht wie sie
Erwachet! werfen wir geschwind
Uns alle hin auf's Knie!

Und dann zur Tagesarbeit, frisch,
Sein Segen leuchtet hell!
Der Herr bereitet unsern Tisch.
Uns quillt der Freude Quell!

Uns strahlet Gottes Herrlichkeit
Auch aus der Unsern Gruft;
Wir wissen, wer zur Seligkeit
Sie rief, und bald uns ruft!

Dem sind auch seine Todten nah',
Wer Gott, den Herren, preis't,
Und freudig im Halleluja
Sich dieser Welt entreißt.

Willkommen, rothes Morgenlicht!
Es grüßet dich mein Geist,
Der durch des Schlafes Hülle bricht,
Und seinen Schöpfer preis't.

Willkommen, goldner Morgenstrahl,
Der schon den Berg begrüßt,
Und bald im stillen Quellenthal
Die kleine Blume küßt!

O Sonne, sei mir Gottes Bild,
Der täglich dich erneut,
Der immer hehr, und immer mild,
Die ganze Welt erfreut.

Der, wie die Blum' im Quellenthal,
O Sonne, dich erschuf,
Als deine Schwestern allzumal
Entflammten seinem Ruf.

Ihr wandelt auf bestimmter Bahn
Einher und strauchelt nicht;
Denn Gottes Odem haucht euch an,
Sein Aug' ist euer Licht.

Er leitet euch am Gängelband,
Heil mir! Er führt auch mich!
Er, der Orions Gürtel band,
Verband auch mich mit sich!

Er leitet jeden, der ihm traut,
Mit unsichtbarer Hand,
Als wär' er nur ihm anvertraut,
An seinem Gängelband!

Die Sonne steiget! Weib und Kind
Erwacht! erwacht wie sie
Erwachet! werfen wir geschwind
Uns alle hin auf's Knie!

Und dann zur Tagesarbeit, frisch,
Sein Segen leuchtet hell!
Der Herr bereitet unsern Tisch.
Uns quillt der Freude Quell!

Uns strahlet Gottes Herrlichkeit
Auch aus der Unsern Gruft;
Wir wissen, wer zur Seligkeit
Sie rief, und bald uns ruft!

Dem sind auch seine Todten nah',
Wer Gott, den Herren, preis't,
Und freudig im Halleluja
Sich dieser Welt entreißt.

Friedrich Leopold Graf zu Stolberg
Wikimedia.org - Public domain

About poem

The poem Morgenlied by Friedrich Leopold Graf zu Stolberg was published in the year 1795 in Musen-Almanach fürs Jahr 1795.. It can be found on page 68ff.. -> Digital copy online

Musen-Almanach fürs Jahr 1795.

© Quelle: Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat eines gemeinfreien Werkes

About music

Written:  24. August   1815
Publishing (announced):  8. January   1850
Original key:  F   major
Songtype:   Strophic song
Key recorded:  C   major

Schubert was 18 years old when he wrote this song.

Insgesamt 9 Vertonungen schuf Franz Schubert auf die Gedichte Stolbergs. Eines wurde nicht vollendet, eines liegt nur noch als Fragment vor. Die Vertonung Auf dem Wasser zu singen D 774, ebenfalls ein Text Stolbergs, gehört jedoch unzweifelhaft zu den schönsten Liedern, die Schubert jemals komponiert hat.

Old Schubert Edition, Series  XX, Vol. 03 № 126
New Schubert Edition  IV, Vol. 09
Bärenreiter Urtext Edition  Bd. 8 » 9

Link to manuscript

Old Schubert Edition

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Transposition

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Source situation

Here you can find some informations about sources: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

The publication procured 1850 Eusebius Mandyczewski in the Old Schubert Edition (Breitkopf&Härtel) in Leipzig

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