Artists: Peter Schöne - Baritone | Olga Monakh - Piano
Recording: Saturday, 25. August 2012 | Berlin
Lyrics
Wann meine Grillen schwirren,
Bei Nacht, am spät erwärmten Herd,
Dann sitz' ich, mit vergnügtem Sinn
Vertraulich zu der Flamme hin,
So leicht, so unbeschwert.
Ein trautes, stilles Stündchen
Bleibt man noch gern am Feuer wach,
Man schürt, wann sich die Lohe senkt,
Die Funken auf, und sinnt und denkt:
Nun abermal ein Tag!
Was Liebes oder Leides
Sein Lauf für uns daher gebracht,
Es geht noch einmal durch den Sinn;
Allein das Böse wirft man hin,
Es störe nicht die Nacht.
Zu einem frohen Traume
Bereitet man gemach sich zu.
Wann sorgelos ein holdes Bild
Mit sanfter Lust die Seele füllt,
Ergiebt man sich der Ruh.
O wie ich mir gefalle
In meiner stillen Ländlichkeit!
Was in dem Schwarm der lauten Welt
Das irre Herz gefesselt hält,
Giebt nicht Zufriedenheit.
Zirpt immer, liebe Heimchen
In meiner Klause eng und klein.
Ich duld' euch gern: ihr stört mich nicht.
Wann euer Lied das Schweigen bricht
Bin ich nicht ganz allein.
Blätter von Lappe 1824
Wann meine Grillen schwirren,
Bei Nacht, am spät erwärmten Herd,
Dann sitz' ich, mit vergnügtem Sinn
Vertraulich zu der Flamme hin,
So leicht, so unbeschwert.
Ein trautes, stilles Stündchen
Bleibt man noch gern am Feuer wach,
Man schürt, wann sich die Lohe senkt,
Die Funken auf, und sinnt und denkt:
Nun abermal ein Tag!
Was Liebes oder Leides
Sein Lauf für uns daher gebracht,
Es geht noch einmal durch den Sinn;
Allein das Böse wirft man hin,
Es störe nicht die Nacht.
Zu einem frohen Traume
Bereitet man gemach sich zu.
Wann sorgelos ein holdes Bild
Mit sanfter Lust die Seele füllt,
Ergiebt man sich der Ruh.
O wie ich mir gefalle
In meiner stillen Ländlichkeit!
Was in dem Schwarm der lauten Welt
Das irre Herz gefesselt hält,
Giebt nicht Zufriedenheit.
Zirpt immer, liebe Heimchen
In meiner Klause eng und klein.
Ich duld' euch gern: ihr stört mich nicht.
Wann euer Lied das Schweigen bricht
Bin ich nicht ganz allein.
Blätter von Lappe 1824
Wann meine Grillen schwirren,
Bei Nacht, am spät erwärmten Herd,
Dann sitz' ich, mit vergnügtem Sinn
Vertraulich zu der Flamme hin,
So leicht, so unbeschwert.
Ein trautes, stilles Stündchen
Bleibt man noch gern am Feuer wach,
Man schürt, wann sich die Lohe senkt,
Die Funken auf, und sinnt und denkt:
Nun abermal ein Tag!
Was Liebes oder Leides
Sein Lauf für uns daher gebracht,
Es geht noch einmal durch den Sinn;
Allein das Böse wirft man hin,
Es störe nicht die Nacht.
Zu einem frohen Traume
Bereitet man gemach sich zu.
Wann sorgelos ein holdes Bild
Mit sanfter Lust die Seele füllt,
Ergiebt man sich der Ruh.
O wie ich mir gefalle
In meiner stillen Ländlichkeit!
Was in dem Schwarm der lauten Welt
Das irre Herz gefesselt hält,
Giebt nicht Zufriedenheit.
Zirpt immer, liebe Heimchen
In meiner Klause eng und klein.
Ich duld' euch gern: ihr stört mich nicht.
Wann euer Lied das Schweigen bricht
Bin ich nicht ganz allein.
Blätter von Lappe 1824
About poem
Titel Des Klausners Abendlied
The poem Der Einsame by Karl Gottlieb Lappe was published in the year 1801 in Gedichte von Karl Lappe, Dänzer'sche Buchhandlung,. It can be found on page 56. -> Digital copy online
Further publications:
Gedichte von Karl Lappe, Dänzer'sche Buchhandlung,, 1801, page 88
About music
Schubert was 28 years old when he wrote this song.
Dr. Heinrich Kreißle von Hellborn schreibt 1865 in seiner Schubert-Biografie: 2.1
Einen merkwürdigen Beleg seiner selbst durch körperliche Leiden nicht zu hemmenden Productionskraft gibt die verbürgte Thatsache, daß Franz mehrere »Müllerlieder« und das Lied »Der Einsame« in siechem Zustand im Spital niedergeschrieben hat.
(...)
»Der Einsame« von Lappe, nach einer Mittheilung mehrerer Freunde Schuberts von diesem im Jahre 1825 im Spitale componirt.
Drei Gedichte von Karl Lappe vertonte Schubert. Zwei als Lieder, eines als Männerquartett.
Der Einsame schrieb er im Alter von 28 Jahren.
Source situation
Here you can find some informations about sources: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
The publication procured 1825 A. Diabelli & Co. in Wien as Opus 41 | Publisher Number 2251
Die Erstveröffentlichung geschah als Beilage zur Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode, 12. März 1825.
Dort mit Hinweis auf die Textquelle Schuberts:
Der Einsame. Gedicht von Carl Lappe. Aus dessen Blättern 1. Heft, Seite 88
Sources
3.1Bayerische Staatsbibliothek, Münchener Digitalisierungszentrum: Kreissle von Hellborn, Heinrich; Schubert; Wien; 1865; Verlag: Gerold; Sig.: Mus.th. 5073; S. 316
5.1Sheet music source @ imslp.org: Der Einsame
6.1Lyric source and other compositions: www.lieder.net
7.1Otto E. Deutsch: Schubert. Thematic Catalogue of all his works in chronological order - Page 501
Written by: Peter Schöne




