An die Sonne

D 272 Estate 1872

Christoph August Tiedge 1752 - 1841

Artists: Peter Schöne - Baritone | Holger Berndsen - Piano

Recording: Saturday, 26. August 2023 | Nürnberg

Lyrics

Königliche Morgensonne,
Sei gegrüßt in deiner Wonne,
Hochgegrüßt in deiner Pracht!
Golden fließt schon um die Hügel
Dein Gewand; und das Geflügel
Eines jeden Waldes wacht.

Alles fühlet deinen Segen;
Fluren singen dir entgegen,
Alles wird Zusammenklang:
Und du hörest gern die Chöre
Froher Wälder, o so höre,
Hör' auch meinen Lobgesang.

Hohe Göttin, ich empfange
Mit frohlockendem Gesange
Hier in meiner Stille dich!
Deine erste Lockerrose
Stralte warm ins Liebgekose
Meiner Träum´ und weckte mich.

Mit bestraltem Angesichte
Steh ich da in deinem Lichte;
Allerwärmelnd lächelst du
Wie die Gottheit, deine Klarheit
Hier dem Wahn und dort der Wahrheit,
Duldender als Menschen, zu.

Du erheiterst mit der Fülle
Deiner Gottheit meine Stille,
Wie den Pomp des Fürstensaals.
Sei gesungen! Hochgesungen!
Hochgepriesen von den Zungen
Jedes Hügels, jedes Thals.

1795

Königliche Morgensonne,
Sei gegrüßt in deiner Wonne,
Hochgegrüßt in deiner Pracht!
Golden fließt schon um die Hügel
Dein Gewand; und das Geflügel
Eines jeden Waldes wacht.

Alles fühlet deinen Segen;
Fluren singen dir entgegen,
Alles wird Zusammenklang:
Und du hörest gern die Chöre
Froher Wälder, o so höre,
Hör' auch meinen Lobgesang.

Hohe Göttin, ich empfange
Mit frohlockendem Gesange
Hier in meiner Stille dich!
Deine erste Lockerrose
Stralte warm ins Liebgekose
Meiner Träum´ und weckte mich.

Mit bestraltem Angesichte
Steh ich da in deinem Lichte;
Allerwärmelnd lächelst du
Wie die Gottheit, deine Klarheit
Hier dem Wahn und dort der Wahrheit,
Duldender als Menschen, zu.

Du erheiterst mit der Fülle
Deiner Gottheit meine Stille,
Wie den Pomp des Fürstensaals.
Sei gesungen! Hochgesungen!
Hochgepriesen von den Zungen
Jedes Hügels, jedes Thals.

1795

Königliche Morgensonne,
Sei gegrüßt in deiner Wonne,
Hochgegrüßt in deiner Pracht!
Golden fließt schon um die Hügel
Dein Gewand; und das Geflügel
Eines jeden Waldes wacht.

Alles fühlet deinen Segen;
Fluren singen dir entgegen,
Alles wird Zusammenklang:
Und du hörest gern die Chöre
Froher Wälder, o so höre,
Hör' auch meinen Lobgesang.

Hohe Göttin, ich empfange
Mit frohlockendem Gesange
Hier in meiner Stille dich!
Deine erste Lockerrose
Stralte warm ins Liebgekose
Meiner Träum´ und weckte mich.

Mit bestraltem Angesichte
Steh ich da in deinem Lichte;
Allerwärmelnd lächelst du
Wie die Gottheit, deine Klarheit
Hier dem Wahn und dort der Wahrheit,
Duldender als Menschen, zu.

Du erheiterst mit der Fülle
Deiner Gottheit meine Stille,
Wie den Pomp des Fürstensaals.
Sei gesungen! Hochgesungen!
Hochgepriesen von den Zungen
Jedes Hügels, jedes Thals.

1795

Christoph August Tiedge
Österreichische Nationalbibliothek - Public domain

About poem

Der Erstveröffentlichung des Gedichts liegt eine Komposition von Franz Seydelmann bei

The poem An die Sonne by Christoph August Tiedge was published in the year 1795 in Taschenbuch und Almanach zum geselligen Vergnügen. It can be found on page 223f.. -> Digital copy online

Taschenbuch und Almanach zum geselligen Vergnügen

© Quelle: Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat eines gemeinfreien Werkes

About music

Written:  25. August   1815
Publishing (announced):  November   1872
Original key:  E♭   major
Songtype:   Strophic song
Key recorded:  B♭   major

Schubert was 18 years old when he wrote this song.

Während Beethoven und Tiedge freundschaftlich verbunden waren, kam es zwischen Schubert und dem Dichter zu keiner persönlichen Begegnung. Vermutlich stieß Schubert auf das hier vertonte Gedicht im Taschenbuch zum geselligen Vergnügen. Es blieb die einzige Vertonung eines Tiedge-Gedichts in seinem Werk.

Old Schubert Edition, Series  XX, Vol. 03 № 129
New Schubert Edition  IV, Vol. 09
Bärenreiter Urtext Edition  Bd. 8 » 16

Old Schubert Edition

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Transposition

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Source situation

Here you can find some informations about sources: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

The publication procured 1872 Joseph Czerny in Wien as Nachlass 1872 - 9 | Publisher Number 341

Die Veröffentlichung besorgte Johann Peter Gotthard 1872 in Wien, V.N.325-361 als

Neueste Folge nachgelassener Lieder und Gesänge von Franz Schubert

Johann Peter Gotthard schrieb folgende Worte zu seiner Veröffentlichung:

About publishing

4.1
Österreichische Buchhändler-Correspondenz 23. November 1872 4.2
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