Artists: Peter Schöne - Baritone | Holger Berndsen - Piano
Recording: Monday, 24. February 2025 | Saarbrücken
Lyrics
Freundlich ist dein Antlitz,
Sohn des Himmels!
Leis' sind deine Tritte
Durch des Äthers Wüste,
Holder Nachtgefährte.
Dein Schimmer ist sanft und erquickend,
Wie das Wort des Trostes
Von des Freundes Lippe,
Wenn ein schrecklicher Geyer
An der Seele nagt.
Manche Thräne siehst du,
Siehst so manches Lächeln,
Hörst der Liebe trauliches Geflister,
Leuchtest ihr auf stillem Pfade,
Hoffnung schwebt auf deinem Strahle
Herab zum stillen Dulder,
Der verlassen geht auf bedorntem Weg.
Du siehst auch meine Freunde,
Zerstreut in fernen Landen;
Du gießest deinen Schimmer
Auch auf die frohen Hügel,
Wo ich als Knabe hüpfte,
Wo oft bey deinem Lächeln
Ein unbekanntes Sehnen
Mein junges Herz ergriff.
Du blickst auch auf die Stätte,
Wo meine Lieben ruhen,
Wo der Thau fällt auf ihr Grab,
Und die Gräser drüber wehen
In dem Abendhauche.
Doch dein Schimmer
Dringt nicht in die dunkle Kammer,
Wo sie ruhen von des Lebens Mühe,
Wo auch ich bald ruhen werde!
Du wirst geh'n und wieder kehren,
Und seh'n noch manches Lächeln;
Dann werd' ich nicht mehr lächeln,
Dann werd' ich nicht mehr weinen,
Mein wird man nicht mehr gedenken
Auf dieser schönen Erde!
Bauer 1817
Freundlich ist dein Antlitz,
Sohn des Himmels!
Leis' sind deine Tritte
Durch des Äthers Wüste,
Holder Nachtgefährte.
Dein Schimmer ist sanft und erquickend,
Wie das Wort des Trostes
Von des Freundes Lippe,
Wenn ein schrecklicher Geyer
An der Seele nagt.
Manche Thräne siehst du,
Siehst so manches Lächeln,
Hörst der Liebe trauliches Geflister,
Leuchtest ihr auf stillem Pfade,
Hoffnung schwebt auf deinem Strahle
Herab zum stillen Dulder,
Der verlassen geht auf bedorntem Weg.
Du siehst auch meine Freunde,
Zerstreut in fernen Landen;
Du gießest deinen Schimmer
Auch auf die frohen Hügel,
Wo ich als Knabe hüpfte,
Wo oft bey deinem Lächeln
Ein unbekanntes Sehnen
Mein junges Herz ergriff.
Du blickst auch auf die Stätte,
Wo meine Lieben ruhen,
Wo der Thau fällt auf ihr Grab,
Und die Gräser drüber wehen
In dem Abendhauche.
Doch dein Schimmer
Dringt nicht in die dunkle Kammer,
Wo sie ruhen von des Lebens Mühe,
Wo auch ich bald ruhen werde!
Du wirst geh'n und wieder kehren,
Und seh'n noch manches Lächeln;
Dann werd' ich nicht mehr lächeln,
Dann werd' ich nicht mehr weinen,
Mein wird man nicht mehr gedenken
Auf dieser schönen Erde!
Bauer 1817
Freundlich ist dein Antlitz,
Sohn des Himmels!
Leis' sind deine Tritte
Durch des Äthers Wüste,
Holder Nachtgefährte.
Dein Schimmer ist sanft und erquickend,
Wie das Wort des Trostes
Von des Freundes Lippe,
Wenn ein schrecklicher Geyer
An der Seele nagt.
Manche Thräne siehst du,
Siehst so manches Lächeln,
Hörst der Liebe trauliches Geflister,
Leuchtest ihr auf stillem Pfade,
Hoffnung schwebt auf deinem Strahle
Herab zum stillen Dulder,
Der verlassen geht auf bedorntem Weg.
Du siehst auch meine Freunde,
Zerstreut in fernen Landen;
Du gießest deinen Schimmer
Auch auf die frohen Hügel,
Wo ich als Knabe hüpfte,
Wo oft bey deinem Lächeln
Ein unbekanntes Sehnen
Mein junges Herz ergriff.
Du blickst auch auf die Stätte,
Wo meine Lieben ruhen,
Wo der Thau fällt auf ihr Grab,
Und die Gräser drüber wehen
In dem Abendhauche.
Doch dein Schimmer
Dringt nicht in die dunkle Kammer,
Wo sie ruhen von des Lebens Mühe,
Wo auch ich bald ruhen werde!
Du wirst geh'n und wieder kehren,
Und seh'n noch manches Lächeln;
Dann werd' ich nicht mehr lächeln,
Dann werd' ich nicht mehr weinen,
Mein wird man nicht mehr gedenken
Auf dieser schönen Erde!
Bauer 1817
About poem
Originaltitel des Gedichtes ist “An den Mond.”
“In einer Herbstnacht” ist nur der Untertitel bei Schreiber.
Gedichtet 1794-1799
The poem An den Mond in einer Herbstnacht by Aloys Wilhelm Schreiber was published in the year 1817 in Aloys Schreiber’s Gedichte. Zweyter Theil. Neueste Auflage. Wien. Bey B. Ph. Bauer.. It can be found on page 68f.. -> Digital copy online
Further publications:
Aloys Schreiber’s Gedichte. Zweyter Theil. Neueste Auflage. Wien. Bey B. Ph. Bauer., 1817, page 203f.
About music
Schubert was 21 years old when he wrote this song.
Franz Schubert vertonte von Aloys Schreiber insgesamt vier Gedichte, die allesamt im Jahr 1818 entstanden. Keines dieser Lieder wurde zu seinen Lebzeiten im Druck veröffentlicht, sie blieben also einem kleinen Kreis von Freunden und Kennern vorbehalten.
Wie so oft bei Schubert dürfte auch hier der Anstoß aus seinem Freundeskreis gekommen sein: Vermutlich legte ihm einer seiner literarisch interessierten Bekannten einen Gedichtband Schreibers auf den Tisch. Der Komponist, stets offen für neue poetische Anregungen und in jener Zeit voller kompositorischer Ideen, scheint sich unmittelbar von der Bildhaftigkeit und Stimmung dieser Texte angesprochen gefühlt zu haben.
Source situation
Here you can find some informations about sources: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
The publication procured 1832 A. Diabelli & Co. in Wien as Nachlass - 18 | Publisher Number 4018


