Wiedersehn

D 855 Nachlass 1872

August Wilhelm Schlegel 1767 - 1845

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Olga Monakh - Klavier

Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 | Berlin

Liedtext

Der Frühlingssonne holdes Lächeln
Ist meiner Hoffnung Morgenrot;
Mir flüstert in des Westens Fächeln
Der Freude leises Aufgebot.
Ich komm', und über Tal und Hügel,
O süße Wonnegeberin,
Schwebt, auf des Liedes raschem Flügel,
Der Gruß der Liebe zu dir hin.

Der Gruß der Liebe von dem Treuen,
Der ohne Gegenliebe schwur,
Dir ewig Huldigung zu weihen
Wie der allwaltenden Natur;
Der stets, wie nach dem Angelsterne
Der Schiffer, einsam blickt und lauscht,
Ob nicht zu ihm in Nacht und Ferne
Des Sternes Klang herniederrauscht.

Heil mir! Ich atme kühnes Sehnen
Und atm' es bald an deiner Brust,
Und saug' es ein mit deinen Tönen
Im Pulsschlag namenloser Lust.
Du lächelst, wenn mein Herz, umfangen
Von deiner Näh', dann wilder strebt,
Indes das selige Verlangen
Der Güt' um deine Lippe schwebt.

Du liebst mich, göttlich hohes Wesen!
Du liebst mich, sanftes zartes Weib!
Es gnügt. Ich fühle mich genesen,
Und Lebensfüll an Seel' und Leib.
Nein, noch met dem Geschick zu hadern,
Das schnell mich wieder von dir reisst,
Verschmäht mein Blut, das durch die Adern
Mit stolzen leichten Wellen kreisst.

Der Frühlingssonne holdes Lächeln
Ist meiner Hoffnung Morgenrot;
Mir flüstert in des Westens Fächeln
Der Freude leises Aufgebot.
Ich komm', und über Tal und Hügel,
O süße Wonnegeberin,
Schwebt, auf des Liedes raschem Flügel,
Der Gruß der Liebe zu dir hin.

Der Gruß der Liebe von dem Treuen,
Der ohne Gegenliebe schwur,
Dir ewig Huldigung zu weihen
Wie der allwaltenden Natur;
Der stets, wie nach dem Angelsterne
Der Schiffer, einsam blickt und lauscht,
Ob nicht zu ihm in Nacht und Ferne
Des Sternes Klang herniederrauscht.

Heil mir! Ich atme kühnes Sehnen
Und atm' es bald an deiner Brust,
Und saug' es ein mit deinen Tönen
Im Pulsschlag namenloser Lust.
Du lächelst, wenn mein Herz, umfangen
Von deiner Näh', dann wilder strebt,
Indes das selige Verlangen
Der Güt' um deine Lippe schwebt.

Du liebst mich, göttlich hohes Wesen!
Du liebst mich, sanftes zartes Weib!
Es gnügt. Ich fühle mich genesen,
Und Lebensfüll an Seel' und Leib.
Nein, noch met dem Geschick zu hadern,
Das schnell mich wieder von dir reisst,
Verschmäht mein Blut, das durch die Adern
Mit stolzen leichten Wellen kreisst.

Der Frühlingssonne holdes Lächeln
Ist meiner Hoffnung Morgenrot;
Mir flüstert in des Westens Fächeln
Der Freude leises Aufgebot.
Ich komm', und über Tal und Hügel,
O süße Wonnegeberin,
Schwebt, auf des Liedes raschem Flügel,
Der Gruß der Liebe zu dir hin.

Der Gruß der Liebe von dem Treuen,
Der ohne Gegenliebe schwur,
Dir ewig Huldigung zu weihen
Wie der allwaltenden Natur;
Der stets, wie nach dem Angelsterne
Der Schiffer, einsam blickt und lauscht,
Ob nicht zu ihm in Nacht und Ferne
Des Sternes Klang herniederrauscht.

Heil mir! Ich atme kühnes Sehnen
Und atm' es bald an deiner Brust,
Und saug' es ein mit deinen Tönen
Im Pulsschlag namenloser Lust.
Du lächelst, wenn mein Herz, umfangen
Von deiner Näh', dann wilder strebt,
Indes das selige Verlangen
Der Güt' um deine Lippe schwebt.

Du liebst mich, göttlich hohes Wesen!
Du liebst mich, sanftes zartes Weib!
Es gnügt. Ich fühle mich genesen,
Und Lebensfüll an Seel' und Leib.
Nein, noch met dem Geschick zu hadern,
Das schnell mich wieder von dir reisst,
Verschmäht mein Blut, das durch die Adern
Mit stolzen leichten Wellen kreisst.

August Wilhelm Schlegel
Österreichische Nationalbibliothek - Public domain

Zur Musik

Komponiert:  September   1825
Veröffentlichung (angezeigt):  1843
Originaltonart:  C - Dur
Liedform:   A-A-B
Aufnahmetonart:  C - Dur
Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 08 № 481

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Alte Gesamtausgabe

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Erstdruck

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Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Die Veröffentlichung besorgte 1843 J. P. Gotthard in Wien als Nachlass 1872 - 1 | Verlagsnummer 325

Neueste Folge nachgelassener Lieder und Gesänge von Franz Schubert

Johann Peter Gotthard schrieb folgende Worte zu seiner Veröffentlichung:

Zur Veröffentlichung

4.1
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