Lied (Die Mutter Erde)

D 788 Nachlass

Friedrich Leopold Graf zu Stolberg 1750 - 1819

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Olga Monakh - Klavier

Aufnahme: Sonntag, 26. Juni 2011 | Berlin

Liedtext

Des Lebens Tag ist schwer und schwül;
Des Todes Odem leicht und kühl:
Er wehet freundlich uns hinab,
Wie welkes Laub ins stille Grab.

Es scheint der Mond, es fällt der Thau,
Aufs Grab, wie auf die Blumenau;
Auch fällt der Freunde Thrän' hinein,
Erhellt von sanfter Hoffnung Schein.

Uns sammlet alle, Klein und Groß,
Die Muttererd' in ihren Schooß.
O sähn wir ihr ins Angesicht;
Wir scheuten ihren Busen nicht!

Des Lebens Tag ist schwer und schwül;
Des Todes Odem leicht und kühl:
Er wehet freundlich uns hinab,
Wie welkes Laub ins stille Grab.

Es scheint der Mond, es fällt der Thau,
Aufs Grab, wie auf die Blumenau;
Auch fällt der Freunde Thrän' hinein,
Erhellt von sanfter Hoffnung Schein.

Uns sammlet alle, Klein und Groß,
Die Muttererd' in ihren Schooß.
O sähn wir ihr ins Angesicht;
Wir scheuten ihren Busen nicht!

Des Lebens Tag ist schwer und schwül;
Des Todes Odem leicht und kühl:
Er wehet freundlich uns hinab,
Wie welkes Laub ins stille Grab.

Es scheint der Mond, es fällt der Thau,
Aufs Grab, wie auf die Blumenau;
Auch fällt der Freunde Thrän' hinein,
Erhellt von sanfter Hoffnung Schein.

Uns sammlet alle, Klein und Groß,
Die Muttererd' in ihren Schooß.
O sähn wir ihr ins Angesicht;
Wir scheuten ihren Busen nicht!

Friedrich Leopold Graf zu Stolberg
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Zum Text

Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg schrieb sein Gedicht 1780. Es wurde 1782 veröffentlicht unter dem Titel Lied in Musen Almanach für 1782, Herausgegeben von Voß und Goeking. Hamburg bey Carl Ernst Bohn, S. 11

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Weitere Ausgabe des Gedichts in Gedichte der Brüder Christian und Friedrich Leopold Grafen zu Stolberg. Erster Theil. Wien, 1821. Im Verlage bei J.B. Wallishausser. Hamburg, bei Perthes und Besser, S. 265

Digitalisat online

Zur Musik

Komponiert:  April   1823
Veröffentlichung (angezeigt):  Juni   1838
Originaltonart:  A - Dur
Liedform:   durchkomponiert
Aufnahmetonart:  G - Dur

Schubert war 26 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Insgesamt 9 Vertonungen schuf Franz Schubert auf die Gedichte Stolbergs. Eines wurde nicht vollendet, eines liegt nur noch als Fragment vor. Die Vertonung Auf dem Wasser zu singen D 774, ebenfalls ein Text Stolbergs, gehört jedoch unzweifelhaft zu den schönsten Liedern, die Schubert jemals komponiert hat.

Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 07 № 427
Neue Schubert-Ausgabe  IV, Bd. 13
Friedlaender Edition  Bd. 5 » 164

Link zum Manuskript

Link zum ManuskriptLink zum Manuskript auf schubert-online.at

Alte Gesamtausgabe

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Erstdruck

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Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Die Veröffentlichung besorgte 1838 A. Diabelli & Co. in Wien als Nachlass - 29 | Verlagsnummer 5033

Die Erstausgabe besorgte Ant. Diabelli und Comp. VN 5033 in Wien als Nachlaß 29

Zur Veröffentlichung

Nachlass 29 4.1
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