Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Holger Berndsen - Klavier
Aufnahme: Montag, 25. März 2024 | Saarbrücken
Liedtext
Zieh hin, du braver Krieger, du!
Wir gleiten dich zur Grabesruh,
Und schreiten mit gesunkner Wehr,
Von Wehmuth schwer
Und stumm vor deinem Sarge her.
Du warst ein bidrer, deutscher Mann,
Hast immerhin so brav gethan.
Dein Herz, voll edler Tapferkeit
Hat nie im Streit
Geschoß und Säbelhieb gescheut.
Warst auch ein christlicher Soldat,
Der wenig sprach – und vieles that;
Dem Fürsten und dem Lande treu,
Und fromm dabey
Von Herzen, ohne Heuchelei.
Du standst in grauser Mitternacht,
In Frost und Hize auf der Wacht;
Ertrugst so standhaft manche Noth
Und danktest Gott
Für Wasser, und für's liebe Brod.
Wie du gelebt, so starbst auch du!
Schloßst deine Augen freudig zu,
Und dachtest: "Aus ist nun der Streit
Und Kampf der Zeit,
Jezt kommt die ew'ge Seligkeit."
Der liebe Herrgott kannte dich.
In Himmel kommst du sicherlich.
Du Wittwe und ihr Kinderlein,
Traut Gott allein:
Er wird nun eure Stüze seyn.
Die Bahre poltert in die Gruft;
Wir aber donnern in die Luft
Dein leztes Lebewohl dreimal.
Im Himmelssaal
Dort sehn wir dich ohn' alle Qual.
Nehmt seinen Säbel von der Bahr,
Und seyd so brav, als wie er war.
Dann überwinden wir, wie er.
Und heiß und schwer
Drükt uns des Lebens Joch nicht mehr.
Trupp.
Eilt, Kameraden, von der Gruft!
Weil uns die Trommel wieder ruft.
Er rastet nun im kühlen Sand:
Uns fodert Fürst und Vaterland!
Wir bieten ihm
Mit Ungestüm
Die rauhe Kriegerhand.
Zwar gieng' es leichter in dem Feld
Als auf dem Bette aus der Welt.
Doch alles nur nach Gottes Rath!
So denkt ein redlicher Soldat.
Ihm geht es gut,
Er stirbt mit Muth,
Wie unser Kamerad.
1803
Zieh hin, du braver Krieger, du!
Wir gleiten dich zur Grabesruh,
Und schreiten mit gesunkner Wehr,
Von Wehmuth schwer
Und stumm vor deinem Sarge her.
Du warst ein bidrer, deutscher Mann,
Hast immerhin so brav gethan.
Dein Herz, voll edler Tapferkeit
Hat nie im Streit
Geschoß und Säbelhieb gescheut.
Warst auch ein christlicher Soldat,
Der wenig sprach – und vieles that;
Dem Fürsten und dem Lande treu,
Und fromm dabey
Von Herzen, ohne Heuchelei.
Du standst in grauser Mitternacht,
In Frost und Hize auf der Wacht;
Ertrugst so standhaft manche Noth
Und danktest Gott
Für Wasser, und für's liebe Brod.
Wie du gelebt, so starbst auch du!
Schloßst deine Augen freudig zu,
Und dachtest: "Aus ist nun der Streit
Und Kampf der Zeit,
Jezt kommt die ew'ge Seligkeit."
Der liebe Herrgott kannte dich.
In Himmel kommst du sicherlich.
Du Wittwe und ihr Kinderlein,
Traut Gott allein:
Er wird nun eure Stüze seyn.
Die Bahre poltert in die Gruft;
Wir aber donnern in die Luft
Dein leztes Lebewohl dreimal.
Im Himmelssaal
Dort sehn wir dich ohn' alle Qual.
Nehmt seinen Säbel von der Bahr,
Und seyd so brav, als wie er war.
Dann überwinden wir, wie er.
Und heiß und schwer
Drükt uns des Lebens Joch nicht mehr.
Trupp.
Eilt, Kameraden, von der Gruft!
Weil uns die Trommel wieder ruft.
Er rastet nun im kühlen Sand:
Uns fodert Fürst und Vaterland!
Wir bieten ihm
Mit Ungestüm
Die rauhe Kriegerhand.
Zwar gieng' es leichter in dem Feld
Als auf dem Bette aus der Welt.
Doch alles nur nach Gottes Rath!
So denkt ein redlicher Soldat.
Ihm geht es gut,
Er stirbt mit Muth,
Wie unser Kamerad.
1803
Zieh hin, du braver Krieger, du!
Wir gleiten dich zur Grabesruh,
Und schreiten mit gesunkner Wehr,
Von Wehmuth schwer
Und stumm vor deinem Sarge her.
Du warst ein bidrer, deutscher Mann,
Hast immerhin so brav gethan.
Dein Herz, voll edler Tapferkeit
Hat nie im Streit
Geschoß und Säbelhieb gescheut.
Warst auch ein christlicher Soldat,
Der wenig sprach – und vieles that;
Dem Fürsten und dem Lande treu,
Und fromm dabey
Von Herzen, ohne Heuchelei.
Du standst in grauser Mitternacht,
In Frost und Hize auf der Wacht;
Ertrugst so standhaft manche Noth
Und danktest Gott
Für Wasser, und für's liebe Brod.
Wie du gelebt, so starbst auch du!
Schloßst deine Augen freudig zu,
Und dachtest: "Aus ist nun der Streit
Und Kampf der Zeit,
Jezt kommt die ew'ge Seligkeit."
Der liebe Herrgott kannte dich.
In Himmel kommst du sicherlich.
Du Wittwe und ihr Kinderlein,
Traut Gott allein:
Er wird nun eure Stüze seyn.
Die Bahre poltert in die Gruft;
Wir aber donnern in die Luft
Dein leztes Lebewohl dreimal.
Im Himmelssaal
Dort sehn wir dich ohn' alle Qual.
Nehmt seinen Säbel von der Bahr,
Und seyd so brav, als wie er war.
Dann überwinden wir, wie er.
Und heiß und schwer
Drükt uns des Lebens Joch nicht mehr.
Trupp.
Eilt, Kameraden, von der Gruft!
Weil uns die Trommel wieder ruft.
Er rastet nun im kühlen Sand:
Uns fodert Fürst und Vaterland!
Wir bieten ihm
Mit Ungestüm
Die rauhe Kriegerhand.
Zwar gieng' es leichter in dem Feld
Als auf dem Bette aus der Welt.
Doch alles nur nach Gottes Rath!
So denkt ein redlicher Soldat.
Ihm geht es gut,
Er stirbt mit Muth,
Wie unser Kamerad.
1803
Zum Text
Originaltitel: Todenmarsch, geschrieben 1784
Christian Friedrich Daniel Schubart lebte in einer Zeit, in der Würtembergs Absolutismus seinen Höhepunkt erreichte. Der Dichter und Musiker selbst wurde 1777 Opfer von Umerziehungsmaßnahmen des regierenden Fürsten Karl Eugen. 10 Jahre, bis 1787 wurde er aufgrund seiner scharfen Kritik an Adel und Klerus gefangen gehalten. Schubarts aufklärerisches Gedankengut stand in klarem Gegensatz zum absolutistischen Bestreben Karl Eugens. Diese Gedanken der Aufklärung, setzten sich im 18. Jahrhundert jedoch in ganz Europa durch und führten Ende des 18. Jahrhunderts unter anderem zur französischen Revolution.
Das vorliegende Gedicht stammt aus dieser Kerkerzeit, und spiegelt die Verzweiflung wieder, die Schubart empfunden haben muss.
Das Gedicht Grablied auf einen Soldaten von Christian Friedrich Daniel Schubart wurde veröffentlicht im Jahr 1803 in Gedichte von Christ. Fridr. Daniel Schubart.. Es findet sich auf Seite 242. -> Digitalisat online
Weitere Veröffentlichungen:
Christian Friedrich Daniel Schubarts sämtliche Gedichte., 1786, Seite 392
Zur Musik
Quellenlage
Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch
Die Veröffentlichung besorgte 1872 Johann Peter Gotthard in Wien als Nachlass 1872 - 6 | Verlagsnummer 330
Das Manuskript liegt in der Sibley Music Library, University of Rochester, New York.
Die Veröffentlichung besorgte Johann Peter Gotthard 1872 in Wien, V.N.325-361 als
Neueste Folge nachgelassener Lieder und Gesänge von Franz Schubert
Johann Peter Gotthard schrieb folgende Worte zu seiner Veröffentlichung:

Quellen
5.1Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Grablied auf einen Soldaten
6.1Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net
Geschrieben von: Peter Schöne







