Die Sterne

D 176 Nachlass 1872

Johann Georg Fellinger 1781 - 1816

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Holger Berndsen - Klavier

Aufnahme: Freitag, 26. August 2016 | Würzburg

Liedtext

Was funkelt ihr so mild mich an?
Ihr Sterne, hold und hehr!
Was treibet euch auf dunkler Bahn
Im Ätherblauen Meer!
Wie Gottes Augen schaut ihr dort
Aus Ost und West, aus Süd und Nord
So freundlich auf mich her.

Und überall verfolgt ihr mich
Mit sanftem Dämmerlicht,
Die Sonne hebt im Morgen sich,
Doch ihr verlaßt mich nicht.
Wenn kaum der Abend wieder graut,
So blickt ihr mir so fromm und traut
Schon wieder ins Gesicht.

Willkommen denn – willkommen mir!
Ihr Freunde still und bleich!
Wie lichte Geister wandelt ihr
Durch euer weites Reich;
Und – Ach! vielleicht begrüßet mich
Ein Edler, der zu früh erblich,
Ein treuer Freund aus euch!

Vielleicht wird einst mein Aufenthalt
Im hellen Sirius,
Wenn diese kleine Wurmgestalt
Die Hülle wechseln muß;
Vielleicht erhebt der Funken Geist,
Wenn diese schwache Form zerreißt
Sich auf zum Uranus.

O lächelt nur! o winket nur
Mir still zu euch hinan!
Mich führet Mutter Allnatur
Nach ihrem großen Plan;
Mich kümmert nicht der Welten Fall,
Wenn ich nur dort die Lieben all
Vereinet finden kann.

Selam 1814

Was funkelt ihr so mild mich an?
Ihr Sterne, hold und hehr!
Was treibet euch auf dunkler Bahn
Im Ätherblauen Meer!
Wie Gottes Augen schaut ihr dort
Aus Ost und West, aus Süd und Nord
So freundlich auf mich her.

Und überall verfolgt ihr mich
Mit sanftem Dämmerlicht,
Die Sonne hebt im Morgen sich,
Doch ihr verlaßt mich nicht.
Wenn kaum der Abend wieder graut,
So blickt ihr mir so fromm und traut
Schon wieder ins Gesicht.

Willkommen denn – willkommen mir!
Ihr Freunde still und bleich!
Wie lichte Geister wandelt ihr
Durch euer weites Reich;
Und – Ach! vielleicht begrüßet mich
Ein Edler, der zu früh erblich,
Ein treuer Freund aus euch!

Vielleicht wird einst mein Aufenthalt
Im hellen Sirius,
Wenn diese kleine Wurmgestalt
Die Hülle wechseln muß;
Vielleicht erhebt der Funken Geist,
Wenn diese schwache Form zerreißt
Sich auf zum Uranus.

O lächelt nur! o winket nur
Mir still zu euch hinan!
Mich führet Mutter Allnatur
Nach ihrem großen Plan;
Mich kümmert nicht der Welten Fall,
Wenn ich nur dort die Lieben all
Vereinet finden kann.

Selam 1814

Was funkelt ihr so mild mich an?
Ihr Sterne, hold und hehr!
Was treibet euch auf dunkler Bahn
Im Ätherblauen Meer!
Wie Gottes Augen schaut ihr dort
Aus Ost und West, aus Süd und Nord
So freundlich auf mich her.

Und überall verfolgt ihr mich
Mit sanftem Dämmerlicht,
Die Sonne hebt im Morgen sich,
Doch ihr verlaßt mich nicht.
Wenn kaum der Abend wieder graut,
So blickt ihr mir so fromm und traut
Schon wieder ins Gesicht.

Willkommen denn – willkommen mir!
Ihr Freunde still und bleich!
Wie lichte Geister wandelt ihr
Durch euer weites Reich;
Und – Ach! vielleicht begrüßet mich
Ein Edler, der zu früh erblich,
Ein treuer Freund aus euch!

Vielleicht wird einst mein Aufenthalt
Im hellen Sirius,
Wenn diese kleine Wurmgestalt
Die Hülle wechseln muß;
Vielleicht erhebt der Funken Geist,
Wenn diese schwache Form zerreißt
Sich auf zum Uranus.

O lächelt nur! o winket nur
Mir still zu euch hinan!
Mich führet Mutter Allnatur
Nach ihrem großen Plan;
Mich kümmert nicht der Welten Fall,
Wenn ich nur dort die Lieben all
Vereinet finden kann.

Selam 1814

Johann Georg Fellinger
Kupferstich von Anton Tepplar
Österreichische Nationalbibliothek - Public domain

Zum Text

Sirius = Hundsstern -> der hellste Stern am Himmel
Uranus = der siebte Planet in unserem Sonnensystem

Das Gedicht Die Sterne von Johann Georg Fellinger wurde veröffentlicht im Jahr 1814 in Selam Ein Almanach für Freunde des Mannigfaltigen. Es findet sich auf Seite 214. -> Digitalisat online

Selam Ein Almanach für Freunde des Mannigfaltigen

© Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat, Nutzung ausschließlich zu nicht-kommerziellen Zwecken

Zur Musik

Komponiert:  6. April   1815
Veröffentlichung (angezeigt):  1872
Originaltonart:  As - Dur
Liedform:   Strophenlied
Aufnahmetonart:  F - Dur

Schubert war 18 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Schubert vertonte ingesamt drei Gedichte von Fellinger.

Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 02 № 57
Neue Schubert-Ausgabe  IV, Bd. 08

Alte Gesamtausgabe

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Erstdruck

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Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Die Veröffentlichung besorgte 1872 J. P. Gotthard in Wien als Nachlass 1872 - 30 | Verlagsnummer 354

Johann Peter Gotthard schrieb folgende Worte zu seiner Veröffentlichung:

Zur Veröffentlichung

4.1
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