Der Blumenbrief

D 622 Nachlass

Aloys Wilhelm Schreiber 1761 - 1841

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Olga Monakh - Klavier

Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 | Berlin

Liedtext

Euch Blümlein will ich senden
Zur schönen Jungfrau dort,
Fleht sie, mein Leid zu enden
Mit einem guten Wort.

Du, Rose, kannst ihr sagen,
Wie ich in Lieb' erglüh',
Wie ich um sie muß klagen
Und weinen spät und früh.

Du, Veilchen, sprich: sein Leiden
Wird jeden Morgen neu,
Von allem kann er scheiden,
Nur nicht von seiner Treu'.

Du, Myrte, flüstre leise
Ihr meine Hoffnung zu,
Sag': auf des Lebens Reise
Glänzt ihm kein Stern als du.

Du, Ringelblume, deute
Ihr der Verzweiflung Schmerz,
Sag' ihr: des Grabes Beute
Wird ohne dich sein Herz.

Euch Blümlein will ich senden
Zur schönen Jungfrau dort,
Fleht sie, mein Leid zu enden
Mit einem guten Wort.

Du, Rose, kannst ihr sagen,
Wie ich in Lieb' erglüh',
Wie ich um sie muß klagen
Und weinen spät und früh.

Du, Veilchen, sprich: sein Leiden
Wird jeden Morgen neu,
Von allem kann er scheiden,
Nur nicht von seiner Treu'.

Du, Myrte, flüstre leise
Ihr meine Hoffnung zu,
Sag': auf des Lebens Reise
Glänzt ihm kein Stern als du.

Du, Ringelblume, deute
Ihr der Verzweiflung Schmerz,
Sag' ihr: des Grabes Beute
Wird ohne dich sein Herz.

Euch Blümlein will ich senden
Zur schönen Jungfrau dort,
Fleht sie, mein Leid zu enden
Mit einem guten Wort.

Du, Rose, kannst ihr sagen,
Wie ich in Lieb' erglüh',
Wie ich um sie muß klagen
Und weinen spät und früh.

Du, Veilchen, sprich: sein Leiden
Wird jeden Morgen neu,
Von allem kann er scheiden,
Nur nicht von seiner Treu'.

Du, Myrte, flüstre leise
Ihr meine Hoffnung zu,
Sag': auf des Lebens Reise
Glänzt ihm kein Stern als du.

Du, Ringelblume, deute
Ihr der Verzweiflung Schmerz,
Sag' ihr: des Grabes Beute
Wird ohne dich sein Herz.

Aloys Wilhelm Schreiber
Stahlstich von Edouard Schuler
Österreichische Nationalbibliothek - Public domain

Zum Text

Das Gedicht Der Blumenbrief von Aloys Wilhelm Schreiber wurde veröffentlicht im Jahr 1815 in Solothurnisches Wochenblatt. Hrsg. für Freunde der vaterländischen Geschichte. Es findet sich auf Seite 575f.. -> Digitalisat online

Zur Musik

Komponiert:  August   1818
Veröffentlichung (angezeigt):  14. Februar   1833
Originaltonart:  D - Dur
Liedform:   A-A-B
Aufnahmetonart:  B - Dur

Schubert war 21 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Schubert vertonte von Aloys Schreiber insgesamt vier Gedichte, wobei keines davon zu seinen Lebzeiten im Druck erschien. Alle vier Lieder sind 1818 entstanden.

Wie so oft bei Schubert wurde ihm vermutlich von einem seiner Freunde ein Gedichtband von Schreiber auf den Tisch gelegt. Schubert, reich an Einfällen fühlte sich offenbar von diesen Gedichten inspiriert und setzte vier davon in Musik.

Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 05 № 340
Neue Schubert-Ausgabe  IV, Bd. 12
Friedlaender Edition  Bd. 2 » 225

Link zum Manuskript

Link zum ManuskriptLink zum Manuskript auf schubert-online.at

Alte Gesamtausgabe

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Erstdruck

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Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Die Veröffentlichung besorgte 1833 A. Diabelli & Co. in Wien als Nachlass - 21 | Verlagsnummer 4269

Zur Veröffentlichung

Nachlass 21 4.1
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