Das Lied im Grünen

D 917 Opus 115 - 1

Johann Anton Friedrich Reil 1773 - 1834

Interpreten: Peter Schöne - Bariton | Holger Berndsen - Klavier

Aufnahme: Samstag, 26. August 2023 | Nürnberg

Liedtext

Ins Grüne, ins Grüne!
Da lockt uns der Frühling der liebliche Knabe,
Und führt uns am blumenumwundenen Stabe,
Hinaus, wo die Lerchen und Amseln so wach,
In Wälder, auf Felder, auf Hügel, zum Bach,
Ins Grüne, ins Grüne.

Im Grünen, im Grünen!
Da lebt es sich wonnig, da wandeln wir gerne,
Und heften die Augen dahin schon von ferne;
Und wie wir so wandeln mit heiterer Brust,
Umwallet uns immer die kindliche Lust,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da ruht man so wohl, und empfindet so schönes,
Und denket behaglich an Dieses und Jenes,
Und zaubert von hinnen, ach! was uns bedrückt,
Und alles herbey, was den Busen entzückt,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da werden die Sterne so klar, die die Weisen
Der Vorwelt zur Leitung des Lebens uns preisen.
Da streichen die Wölkchen so zart uns dahin,
Da heitern die Herzen, da klärt sich der Sinn,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da wurde manch Plänchen auf Flügeln getragen,
Die Zukunft der grämlichen Ansicht entschlagen.
Da stärkt sich das Auge, da labt sich der Blick,
Da tändeln die Wünsche dahin und zurück,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Am Morgen, am Abend, in traulicher Stille,
Da wurde manch Liedchen und manche Idylle
Gedichtet, gespielt, in Sehnsucht und Scherz.
Denn leicht ist die Lockung, empfänglich das Herz
Im Grünen, im Grünen.

Ins Grüne, ins Grüne!
Laßt heiter uns folgen dem freundlichen Knaben!
Grünt einst uns das Leben nicht mehr, ey! so haben
Wir klüglich die grünende Zeit nicht versäumt,
Und, seit es gegolten, doch glücklich geträumt,
Im Grünen, im Grünen.

Ins Grüne, ins Grüne!
Da lockt uns der Frühling der liebliche Knabe,
Und führt uns am blumenumwundenen Stabe,
Hinaus, wo die Lerchen und Amseln so wach,
In Wälder, auf Felder, auf Hügel, zum Bach,
Ins Grüne, ins Grüne.

Im Grünen, im Grünen!
Da lebt es sich wonnig, da wandeln wir gerne,
Und heften die Augen dahin schon von ferne;
Und wie wir so wandeln mit heiterer Brust,
Umwallet uns immer die kindliche Lust,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da ruht man so wohl, und empfindet so schönes,
Und denket behaglich an Dieses und Jenes,
Und zaubert von hinnen, ach! was uns bedrückt,
Und alles herbey, was den Busen entzückt,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da werden die Sterne so klar, die die Weisen
Der Vorwelt zur Leitung des Lebens uns preisen.
Da streichen die Wölkchen so zart uns dahin,
Da heitern die Herzen, da klärt sich der Sinn,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da wurde manch Plänchen auf Flügeln getragen,
Die Zukunft der grämlichen Ansicht entschlagen.
Da stärkt sich das Auge, da labt sich der Blick,
Da tändeln die Wünsche dahin und zurück,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Am Morgen, am Abend, in traulicher Stille,
Da wurde manch Liedchen und manche Idylle
Gedichtet, gespielt, in Sehnsucht und Scherz.
Denn leicht ist die Lockung, empfänglich das Herz
Im Grünen, im Grünen.

Ins Grüne, ins Grüne!
Laßt heiter uns folgen dem freundlichen Knaben!
Grünt einst uns das Leben nicht mehr, ey! so haben
Wir klüglich die grünende Zeit nicht versäumt,
Und, seit es gegolten, doch glücklich geträumt,
Im Grünen, im Grünen.

Ins Grüne, ins Grüne!
Da lockt uns der Frühling der liebliche Knabe,
Und führt uns am blumenumwundenen Stabe,
Hinaus, wo die Lerchen und Amseln so wach,
In Wälder, auf Felder, auf Hügel, zum Bach,
Ins Grüne, ins Grüne.

Im Grünen, im Grünen!
Da lebt es sich wonnig, da wandeln wir gerne,
Und heften die Augen dahin schon von ferne;
Und wie wir so wandeln mit heiterer Brust,
Umwallet uns immer die kindliche Lust,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da ruht man so wohl, und empfindet so schönes,
Und denket behaglich an Dieses und Jenes,
Und zaubert von hinnen, ach! was uns bedrückt,
Und alles herbey, was den Busen entzückt,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da werden die Sterne so klar, die die Weisen
Der Vorwelt zur Leitung des Lebens uns preisen.
Da streichen die Wölkchen so zart uns dahin,
Da heitern die Herzen, da klärt sich der Sinn,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Da wurde manch Plänchen auf Flügeln getragen,
Die Zukunft der grämlichen Ansicht entschlagen.
Da stärkt sich das Auge, da labt sich der Blick,
Da tändeln die Wünsche dahin und zurück,
Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen,
Am Morgen, am Abend, in traulicher Stille,
Da wurde manch Liedchen und manche Idylle
Gedichtet, gespielt, in Sehnsucht und Scherz.
Denn leicht ist die Lockung, empfänglich das Herz
Im Grünen, im Grünen.

Ins Grüne, ins Grüne!
Laßt heiter uns folgen dem freundlichen Knaben!
Grünt einst uns das Leben nicht mehr, ey! so haben
Wir klüglich die grünende Zeit nicht versäumt,
Und, seit es gegolten, doch glücklich geträumt,
Im Grünen, im Grünen.

Zum Text

Unter dem Erstdruck des Gedichtes steht:
"Wurde, nach einer angenehmen, heitern Melodie von Schubert, diesen Sommer oft hie und da von frohsinniger Gesellschaft gesungen. 1827"

Das Gedicht Das Lied im Grünen von Johann Anton Friedrich Reil wurde veröffentlicht im Jahr 1827 in Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens.. Es findet sich auf Seite 501. -> Digitalisat online

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens.

© Quelle: Österreichische Nationalbibliothek – Digitalisat eines gemeinfreien Werkes Nutzung des Digitalisats ausschließlich zu nicht-kommerziellen Zwecken (PPP)

Zur Musik

Komponiert:  Juni   1827
Veröffentlichung (angezeigt):  16. Juni   1829
Originaltonart:  A - Dur
Liedform:   mehrteiliges Lied
Aufnahmetonart:  F - Dur

Schubert war 30 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Schubert erhielt das Gedicht als Manuskript . 

Das Lied enstand im Sommer 1827. Schubert hatte nur noch 

In Erinnerung an die letzten glücklichen Stunden mit den Freunden schrieb der Verfasser des Gedichtes drei weitere Strophen, die posthum im Erstdruck veröffentlicht wurden:

(:Diese Drey der ursprünglichen Dichtung nicht angehörigen Strophen wurden als Traueropfer dem Verklärten vom Dichter nachgeweiht und der Melodie unterlegt.:)

Dem Schläfer im Grünen.

O Schubert! Im Grünen
Hat öfter dies Liedchen dich Heitern erquicket;
Uns aber, wo je du gesungen, entzücket.
Ha! nimmer vergißt sich der Geist, das Gemüth,
Das deinen Akkorden und Liedern entglüht,
Die nimmer vergrünen.

Dein Lied, auch im Grünen
Am grünlichen Quelle der Musen entsprungen,
Wird oft noch im Grünen von Frohen gesungen;
Was göttlich durch dich Polyhymnia sprach,
Das singet die Nachwelt und Mitwelt dir nach,
Mag's schneien, mag's grünen.

Ach leider! das Grüne
Hält selbst nun den lieblichen Sänger umfangen,
Doch steigen die Lorbeern im herrlichen Prangen.
Aus seinen Gesängen, die ewig uns grün,
Wird opfernd das Blümchen: Erinnerung blühn.

Alte Gesamtausgabe, Serie  XX, Bd. 09 № 543
Neue Schubert-Ausgabe  IV, Bd. 14
Friedlaender Edition  Bd. 4 » 132

Link zum Manuskript

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Alte Gesamtausgabe

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Erstdruck

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Quellenlage

Informationen zur Quellenlage (Manuskripte etc.) finden Sie hier: Thematisches Verzeichnis von Otto Erich Deutsch

Die Veröffentlichung besorgte 1829 M.J.Leidesdorf in Wien als Opus 115 - 1 | Verlagsnummer 1152

Zur Veröffentlichung

Opus 115 4.1
Wiener Zeitung 16. Juni 1829 4.2
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