Composer: Franz Schubert (1797-1828)
Author: Adam Storck after Sir Walter Scott

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Artists: Peter Schöne - Bariton / Christoph Schnackertz - Piano
Recorded: Thursday, 21 July 2011 - Erfurt



Lyrics

Mein Roß so müd' in dem Stalle sich steht,
Mein Falk' ist der Kapp und der Stange so leid,
Mein müßiges Windspiel sein Futter verschmäht,
Und mich kränkt des Turmes Einsamkeit.

Ach, wär ich nur, wo ich zuvor bin gewesen.
Die Hirschjagd wäre so recht mein Wesen!
Den Bluthund los, gespannt den Bogen:
Ja, solchem Leben bin ich gewogen!

Ich hasse der Turmuhr schläfrigen Klang,
Ich mag nicht seh'n, wie die Zeit verstreicht,
Wenn Zoll um Zoll die Mauer entlang
Der Sonnenstrahl so langsam schleicht.

Sonst pflegte die Lerche den Morgen zu bringen,
Die dunkle Dohle zur Ruh' mich zu singen;
In dieses Schlosses Königshallen,
Da kann kein Ort mir je gefallen.

Früh, wenn der Lerche Lied erschallt,
Sonn' ich mich nicht in Ellen's Blick,
Nicht folg' ich dem flüchtigen Hirsch durch den Wald,
Und kehre, wenn Abend taut, zurück.

Nicht schallt mir ihr frohes Willkommen entgegen,
Nicht kann ich das Wild ihr zu Füßen mehr legen,
Nicht mehr wird der Abend uns selig entschweben:
Dahin, dahin ist Lieben und Leben.

Source & Alternative: www.lieder.net

Creation

Written: April 1825

Published: 1826

Geschrieben von: Peter Schöne

Score

Source of score imslp.org: Lied des gefangenen Jägers.pdf